Kreis-CDU wirbt beim Neujahrsempfang für Europa

Von: Jörg Abels
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Im Vorfeld der Europawahl Ende Mai begrüßte Thomas Rachel (r.) beim Neujahrsempfang der Kreis-CDU die Europaabgeordnete Sabine Verheyen und NRW-Spitzenkandidat Herbert Reul. Foto: Abels

Düren. Thomas Rachel sprüht in diesen Tagen vor Selbstbewusstsein. Erst die absolute Mehrheit im Kampf um das Bundestagsdirektmandat im September, dann kurz vor Weihnachten der erneute Ruf von Bundeskanzlerin Angela Merkel in die erweiterte Bundesregierung.

2013 hätte für den Dürener kaum besser laufen können. Mittlerweile ist der langjährige Bundestagsabgeordnete dienstältester Parlamentarischer Staatssekretär der CDU. Und diesen Rückenwind will der Kreisvorsitzende für seine Partei auch in den Kommunalwahlkampf mitnehmen.

Beim traditionellen Neujahrsempfang der Kreis-CDU auf Schloss Burgau dankte Rachel für die große Unterstützung im Bundestagswahlkampf und bezeichnete die Zugewinne bei der Erst- und Zweitstimme im September als „gute Grundlage“ im Kampf um die Mehrheit in den Rathäusern Ende Mai. Rachel verwies auf positive Entscheidungen in Berlin für die kommunale Familie. Er erinnerte an die milliardenschwere Entlastung bei der Grundsicherung, an den Baubeginn der seit 40 Jahren geforderten Ostumgehung in Düren, die Tausende entlasten werde, und an die mit zwei Millionen Euro geförderte Erweiterung des Schülerlabors am Forschungszentrum Jülich.

Mit dem Spitzenkandidaten der NRW-CDU und Vorsitzenden der CDU/CSU-Gruppe im EU-Parlament, Herbert Reul, nutzte Rachel aber vor allem die Gelegenheit, um für die ebenfalls am 25. Mai stattfindende Europawahl zu werben. Reul sprach trotz einiger mittlerweile erkannter und abgestellter Fehler – vom Tempo der Expansion über den Brüsseler Regulierungswahn von Glühbirne bis Gurke bis zur Überschuldung einzelner Mitgliedsstaaten und der fehlenden Bankenaufsicht – von einer Erfolgsstory Europa, die fortgesetzt werden müsse. Wer glaube, im globalen Wettbewerb alles allein schaffen zu können, werde scheitern. „Dieses Europa hat Potenzial“, versicherte Reul. Ein Beispiel sei die Energiewende, bei der europäischer gedacht werden müsste.

Reul bezeichnete die EU als „Fundament des Wohlstands für 500 Millionen Menschen“, das erhalten bleiben müsse. Weil schon heute rund 70 Prozent der globalen Wertschöpfung außerhalb Europas erfolgen, gab es von Reul daher ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Europa. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, dürfe nicht alles der Klimapolitik untergeordnet werden. „Meine Töchter sollen in einer gesunden Welt groß werden, aber auch einen Job haben“, betonte der frühere Generalsekretär der NRW-CDU.

Thomas Rachel ließ aber auch das Problem der Jugendarbeitslosigkeit in Teilen Südeuropas nicht unerwähnt. In Portugal, Spanien und Griechenland drohe eine „verlorene Generation“. Ohne auf Details einzugehen, ließ er in diesem Zusammenhang durchblicken, dass er mit Landrat Wolfgang Spelthahn und Vertretern aus Handwerk und Wirtschaft derzeit überlege, wie man jungen Menschen aus diesen Ländern eine Qualifizierungsperspektive auch im Kreis Düren geben könne, untergebracht in Gastfamilien.

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