Heimbach - Kraftpakete am Kraftwerk: 50 Cobras halten in Heimbach

Kraftpakete am Kraftwerk: 50 Cobras halten in Heimbach

Von: Gudrun Klinkhammer
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Klaus Meinecke und Monika Kühner lieben eine Ausfahrt in ihrem kultigen Cobra-Geschoss. Das Treffen der Cobra-Fahrer fand jetzt am Jugendstil-Kraftwerk in Heimbach statt. Foto: Gudrun Klinkhammer

Heimbach. Was da vor dem Jugendstilkraftwerk gut eine Stunde lang parkte, das zog alle Blicke auf sich. Rund 50 Oldtimer-Rennwagen des Typs AC Cobra schlängelten sich durch das große Rolltor auf den sonnenbeschienenen Kraftwerksvorplatz in Heimbach. Hubert Breuer, Leiter der Heimbacher Einrichtung, lotste die Gäste durch das Tor auf den Hof.

Sechs Mal im Jahr lädt die „Cobra Interessengemeinschaft Deutschland“ Gleichgesinnte zu einer Ausfahrt ein. Nun bewegte sich der Tross durch die Nordeifel. Harald Hentschel, Vorsitzender der IG mit Sitz in Hennef, wurde diesmal organisatorisch unterstützt von Manfred Plüger aus Hürtgenwald. Die beiden Cobra-Freunde managten die erfolgreiche und vielbestaunte Tour.

Von Simonskall aus glitten die sportlichen Schönheiten elegant durch die Eifel bis nach Heimbach und wieder zurück. 180 Kilometer wurden auf diese Weise bewältigt. Die letzte Eifel-Rundfahrt der Cobrafreunde fand im Jahr 2005 statt. Hentschel: „Unsere lockere Gemeinschaft fand 1991 zusammen und zählt heute 330 Mitglieder, die in ganz Deutschland verteilt sind.“

Gebaut und berühmt wurde der britische Rennwagen AC Cobra in der Zeit von 1962 bis 1968. Hentschel: „So ein Rennwagen wiegt rund eine Tonne und ist damit eher ein Leichtgewicht.“ Acht Zylinder, eine Beschleunigung auf 200 Stundenkilometer in weniger als zehn Sekunden und 600 Pferdestärken unter der Haube beeindrucken auch heute noch jeden Auto-Fan. Der satte Sound der flachen Fahrzeuge ist gigantisch.

Unweigerlich wanderte der Blick auch immer wieder zur Rur, ob diese aufgrund der massiven Motor- und Luftvibrationen nicht doch die ein oder andere kleine Welle schlug.

Hentschel betonte im Gespräch, dass es sich bei allen Fahrzeugen, die in Heimbach vorfuhren, zwar um historische Nachbauten, aber nicht um Originale handelt. Hentschel: „Originale gibt es heute kaum noch, und wenn doch noch eins vorhanden ist, dann steht dieses 750.000 Euro teure Fahrzeug nur noch in der Garage.“ Die Preise der Nachbauten beginnen bei rund 50.000 Euro.

Klaus Meinecke und seine Begleiterin Monika Kühner aus Saarlouis fuhren in einem dunkelblauen Modell vor. Seit sieben Jahren besitzen sie diesen rollenden Schatz, der vorher in England unterwegs war. Klaus Meinecke: „Unser Modell ist Baujahr 1977. Wir fahren aus Enthusiasmus und Freude an der Cobra.“

Harald Hentschel baute seinen Wagen 1990 selber auf. Die Karosserie und den Rahmen erwarb er als Bausatz, die übrigen Teile kaufte er sich aus adäquaten Fahrzeugen zusammen. Während die Cobras in der Heimbacher Sonne parkten und glitzerten, genossen die Piloten und deren Beifahrer eine Führung mit Hubert Breuer durch das Jugendstilkraftwerk.

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