Koschorreck kritisiert die CDU-Schulpolitik

Von: Jörg Abels
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Liesel Koschorreck bei der Präsentation der Kurzform des SPD-Regierungsprogramms. Foto: Abels

Düren. Kritik an der Schulpolitik der CDU äußert die SPD-Spitzenkandidatin für die Kommunalwahl, Liesel Koschorreck. Vor einem Jahr habe sich der CDU-Vorsitzende Thomas Floßdorf angesichts der unsicheren Zukunft der Hauptschule Gürzenich in einem Artikel noch mit den Worten zitieren lassen: „Wir werden früher als geplant über das Thema Sekundarschule nachdenken müssen.“ Bei der Vorstellung des CDU-Wahlprogrammes im März hieß es dann: „Eine Sekundarschule wird es mit uns in Düren nicht geben.“

„Was sollen die Menschen davon halten?“, fragt sich die Genossin. Die SPD fordert seit langem die Einrichtung zweier Sekundarschulen im Stadtgebiet. In ihrem am Donnerstagabend verabschiedeten Wahlprogramm wiederholt die SPD daher die Forderung nach einem städtischen Schulentwicklungsplan, der deren Notwendigkeit bestätigen soll.

Drei Monate lang hat die SPD den Entwurf ihres „Regierungsprogramms“ parteiintern, mit Verbänden und Gewerkschaften diskutiert und die Ziele jetzt auf den Punkt gebracht; angefangen beim integrierten Gesamtkonzept Düren 2025 in punkto Stadtentwicklung bis zur Verbesserung der Vereinsförderung. Letzteres wäre eine der Sofortmaßnahmen, die von der SPD angepackt würden, heißt es.

Dazu komme die Senkung der Kindergartenbeiträge, um das Ungleichgewicht zwischen Stadt und Kreis zumindest ein wenig auszugleichen, und die Einführung eines Bustickets für Fahrten in Düren zum Preis von 1,90 Euro. „Das ist durch Umschichtungen im Haushalt finanzierbar“, betont Koschorreck.

Auch die Lösung des Stadthallenproblems steht ganz oben auf der SPD-Agenda. Koschorreck fordert einen „Runden Tisch, bei dem alle Fakten auf den Tisch kommen“. Die Politik müsse endlich eine gemeinsame Lösung finden, um geschlossen gegenüber dem Erbbaurechtnehmer auftreten zu können. Dass dafür viel Geld in die Hand genommen werden muss, ist der SPD bewusst.

Geld in die Hand nehmen wollen die Genossen auch bei der Wirtschaftsförderung. „Industrie und Mittelstand fehlt einfach ein Kümmerer“, erklärt Koschorreck. Das sei keine Kritik am Wirtschaftsförderer, der als Solist nicht in der Lage sei, an allen Fronten zu kämpfen. Mehr Personal sei vonnöten, um endlich in den Genuss von Fördergeldern zu kommen. Die SPD-Politikerin verweist auf einen neuen NRW-Fördertopf, der Innovationen im Bereich Mittelstand, Klimaschutz, Kommunen fördere.

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