Kooperation: Neues Gewerbegebiet für Langerwehe erschließen

Von: Sandra Kinkel
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Entlang der L 12n will Langerwehe mit der Indeland GmbH und RWE power ein Gewerbe- und Industriegebiet entwickeln. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde jetzt unterzeichnet. Foto: Sandra Kinkel
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Im Langerweher Bahnhof entsteht ein „Infopunkt Indeland“.

Langerwehe. Langerwehes Bürgermeister Heinrich Göbbels (CDU) spricht von einer „Kooperation auf Augenhöhe“ und einer „überaus fairen Zusammenarbeit“. Die Gemeinde Langerwehe hat mit der Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbH und RWE Power einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Die drei Partner wollen gemeinsam ein neues Gewerbegebiet entlang der Autobahn 4 erschließen.

Der erste Bauabschnitt umfasst rund neun Hektar und liegt unmittelbar an der B 264 entlang des neuen Autobahnzubringers  L 12n.

Zur Vorgeschichte: Mehr als ein Jahr lang verfolgte die Töpfergemeinde das Ziel, gemeinsam mit der Stadt Düren ein 110 Hektar großes Gewerbe- und Industriegebiet entlang des neuen Autobahnzubringers zur A 4 zu entwickeln. Dann hatte der Gemeinderat – ziemlich überraschend – entschieden, die auf Langerweher Gebiet liegenden Gewerbeflächen mit anderen Partnern zu entwickeln. Und die sind mit der Indeland GmbH und RWE Power jetzt gefunden.

Göbbels: „Der Vertrag sieht vor, dass unsere Gemeinde für das Baurecht zuständig ist. Wir bereiten die Änderung des Flächennutzungsplanes vor und stellen den Bebauungsplan auf. Das heißt, die komplette Bauleitplanung liegt bei der Gemeinde Langerwehe. Das ist uns sehr wichtig.“

Fernziel der Kooperation ist ein Gewerbe- und Industriegebiet von bis zu 50 Hektar. Die neun Hektar Land der ersten Bauphase gehören schon heute RWE Power, das restliche Land ist überwiegend im Besitz von Landwirten und muss zunächst angekauft werden.

Göbbels: „Mit der Erschließung der ersten neun Hektar kann zeitnah begonnen werden. Es hat aber auch bereits erste Gespräche mit den Besitzern der anderen Flächen gegeben. Viele Landwirte möchten Ausgleichsflächen, die kann das Energieunternehmen zur Verfügung stellen. Auch das ist für uns ein Vorteil dieser Kooperation.“

Sorgen, dass es schwierig werden könnte, genügend Interessenten für das neue Gewerbegebiet zu finden, hat Bürgermeister Göbbels nicht. Und das, obwohl Dürens Chef-Wirtschaftsförderer Thomas Hissel im Interview mit unserer Zeitung angekündigt hat, dass die Rurstadt mit anderen Kommunen ebenfalls Gewerbeflächen entwickeln will.

„Wir stehen in engem Austausch mit der Bezirksregierung“, betont Göbbels. „Und man hat uns immer wieder gesagt, wie wichtig dieses Gewerbegebiet in Langerwehe gerade vor dem Hintergrund des Strukturwandels der Region und dem Wegfall des Braunkohletagebaus ist.“ Ähnlich sieht das Indeland-Geschäftsführer Jens Bröker: „Mit dieser Kooperation vergrößern wir das vorhandene Raumkapital. Damit sind wir im Indeland bei der Entwicklung von Gewerbeflächen zukunftsorientiert ausgerichtet.“

Historische Funde

Heinrich Göbbels hofft, dass die Realisierung des neuen Gewerbegebietes deutlich schneller geht als die Entwicklung der Fläche „Am Steinchen“, auf die Langerwehe mehr als zehn Jahre gewartet hat – unter anderem auch deshalb, weil auf dem fünf Hektar großen Gebiet Überreste von Gräbern aus der Merowingerzeit gefunden worden waren.

Mittlerweile hat dort ein Autoteile-/Autozubehörunternehmen mit dem Bau neuer Geschäftsräume begonnen. „Und auch die Baugenehmigung für den neuen Vollsortimenter“, sagt Göbbels, „liegt dem Investor mittlerweile vor. Es kann also losgehen.“

Zum genauen Zeitplan für das Gewerbe- und Industriegebiet, das mit RWE Power und der Indeland GmbH entwickelt werden soll, konnte Göbbels nichts Konkretes sagen: „Aber die Aufgaben sind klar vereilt: RWE wird die Flächen in enger Abstimmung mit uns vermarkten. Und die Indeland GmbH positioniert das ‚Gewerbe- und Industriegebiet Langerwehe im Indeland‘, so der Markenname der Fläche, im Rahmen ihres Marketings als Teil des geplanten Industriedrehkreuzes Weisweiler/Inden.“

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