Nideggen - Konzert zur Integration: Durch Musik einander näher kommen

Konzert zur Integration: Durch Musik einander näher kommen

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
11325635.jpg
Die Tänzerinnen der Sekundarschule Nideggen brachten mit ihren Zumba-Rhythmen Stimmung in den Saal. Foto: bel

Nideggen. Die aktuelle Zahl der Flüchtlinge bezifferte Maria Scheeren vom Sozialamt Nideggen mit 179. So viele Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder leben zurzeit im Stadtgebiet von Nideggen. Diese Menschen, so das Bestreben der Kommune, sollen möglichst rasch integriert werden.

Als einen Baustein hin zu diesem Ziel hat die Stadt gemeinsam mit der Band „Subjekt 5“ ein Konzert mit Musikern, Sängern und Tänzern auf die Beine gestellt.

So lief in der Festhalle Nideggen am Samstag zwischen 16 und etwa 23 Uhr ein vielfältiges Bühnenprogramm ab. Mit Musik und Tanz sollten Asylbewerber und Bürger einem friedlichen Mit- und Nebeneinander näherkommen. Auf der Bühne sangen sich Solistinnen von „VoiceBox“ Düren in die Herzen der Besucher, „AlexElvis“ imitierte den berühmten Namensvetter.

Lokale Akteure

„Palemy“ aus Aachen brachte Akustik-Pop auf die Bühne, „Datt Kütt Jood“ wiederum sang Lieder aus dem rheinische Karneval, während die regionale Coverband „Broken Strings“ ebenfalls die Gäste begeisterte. „Subjekt 5“ lieferte indes Rock und Pop. Zu diesen Musikern aus der Region gesellten sich lokale Akteure aus Nideggen und den Nachbarorten.

Die Sekundarschule Nideggen erfreute die Halle zum Beispiel mit ihren „Zumba-Tänzen“.

Die Garde der KG „Burgjecke“ und die Showtanzgruppe „Girls United“ aus Drove übermittelten ebenfalls Musik der „Fünften Jahreszeit“.

Die „Junghölzer“, eine neunköpfige Nideggener Trommlergruppe, hatten kurz nach Beginn ihres Auftritts zwischen ihren Instrumenten „Besuch“ von drei jungen Syrern. Die drei Brüder wohnen mit ihrer Familie in Schmidt. Diese Drei werden – es sind insgesamt 70 Flüchtlinge in diesem Nideggener Stadtteil – vom „Integrationsteam Schmidt“ betreut. Eine der Betreuerinnen, Inge Reinhart, eine ehemalige Lehrerin, ist während des Konzerts von Kindern, Frauen und Männern umgeben. Nahezu täglich erteilt Reinhart, so erzählt sie, Sprachunterricht und kümmert sich um die täglichen Belange der ihr Anvertrauten.

Shereen Khalil ist die Mutter von fünf Kindern. Die Kinder sind in Schmidt schon recht gut integriert. Die Flüchtlinge nennen Inge Reinhart manchmal „Mama“. Insgesamt bezeichnen die Menschen in Schmidt viele Asylbewerber als ihre Familie. Shereen Khalil erwartet derzeit ihr sechstes Kind. Der Ultraschall vor ein paar Tagen hat ergeben, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Mädchen sein wird. Der Name steht schon fest: Inge.

Schirmherr der Veranstaltung war Peter Borsdorff. Er überreichte aus seinem Fonds „Running for Kids“ Bürgermeister Marco Schmunkamp 500 Euro für die Flüchtlingshilfe.

Ohne Sponsoren und die vielen fleißigen Hände wäre das Konzert nicht möglich gewesen. Darauf verwies Bürgermeister Schmunkamp in seiner Begrüßung, die von Norbert Schröder ins Englische und Nisren Tahjah ins Arabische übertragen wurde.

Viele regionale und lokale Firmen waren an der Organisation beteiligt. Mit im Boot saßen unter anderem der „Lions Club Kreuzau-Rureifel“, die „GG Nideggen“, das „Integrationsteam Schmidt“ sowie das „Soziale Netzwerk Nideggen“.

Was hatte Schmunkamp noch zu Beginn der Veranstaltung gesagt? „Dass die Menschen nach ihren schrecklichen Erlebnissen überhaupt noch lachen können, ist mir ein Rätsel.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert