Düren - „Konzert zum Jahresausklang“ begeistert in Joachimskirche

„Konzert zum Jahresausklang“ begeistert in Joachimskirche

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
11505006.jpg
Bereiteten im Dreiklang den Zuhörern in der Dürener Kirche St. Joachim beim „Konzert zum Jahresausklang“ ein facettenreiches Musikerlebnis: Trompeter Hub Nickel, Organist Johannes Esser und Sängerin Katharina Bergrath (von links). Foto: Christoph Hahn

Düren. Musik vom Feinsten boten die Programmmacher der des Konzertforums „Cappella Villa Duria „(CVD) bei ihrem „Konzert zum Jahresausklang“ in der Dürener Kirche St. Joachim. Ausführende waren neben CVD-Chef Johannes Esser an der Klais-Orgel die Sopranistin Katharina Bergrath und Trompeter Hub Nickel.

Im Verlauf des rund eineinviertelstündigen Konzerts hörten die Musikfreunde in der gut besuchten Kirche eine bunte Abfolge von Werken, deren Spektrum vom Barock bis in den Impressionismus reichte. Mit dem im Fernsehen als Eurovisionshymne bekannt gewordenen „Prélude“ aus dem „Te Deum“ von Marc-Anntoine Charpentier und dem „Prince of Denkmark‘s March“ von Jeremiah Clarke gelang dabei Johannes Esser und Hub Nickel ein glanzvoller Auftakt nach Maß. An seiner geliebten Orgel konnte sich Esser zudem als Solist gerade mit den stiller gestimmten Stücken profilieren: Das „Andante cantabile“ aus der a-moll-Sonate von Camillo Schuman und die Meditation von William Faulkes sorgten jedenfalls für introvertierte Kontrapunkte zur klanglichen Vitalität anderer Kompositionen.

Große Lebendigkeit

Diese Lebendigkeit, die den Bogen zwischen den auf der Empore postierten und damit für die Zuhörer unsichtbaren Künstlern sowie dem Publikum schlug, war in starkem Maße auch der Solistin Katharina Bergrath geschuldet. Die gebürtige Dürenerin begeisterte immer wieder durch den Farben- und Ausdrucksreichtum ihrer strahlenden Stimme.

Ob es nun um einen Ohrwurm wie „Let the bright Seraphim“ aus Händels Oratorium „Samson“ oder um das „Höre Israel“ aus Mendelssohns „Elias“ ging: Ein jedes Werk wusste die Sängerin mit viel Geschick für die dramatische Gestaltung in zig Facetten heraus zu polieren.

Vielfalt war an diesem Abend Trumpf, und so gab es in St. Joachim unter anderem auch mit Paul Hillers Variationen über „O du fröhliche“ für Orgel auch einen weihnachtlichen Nachklang und mit Astor Piazzollas „Oblivion“ für Orgel und Trompete einen kräftigen Hauch von Tango zu hören. Das „Air“ aus Johann Sebastian Bachs D-Dur-Ouvertüre, wiederum im Duett Orgel und Trompete dargeboten, sowie die von Johannes Esser solo interpretierte Toccata und Fuge in d-Moll sorgten für zwei effektreiche Schlusspunkte. Kein Wunder, dass die Menschen auf den Kirchenbänken den drei Stars des Abends nach dem letzten Ton langanhaltenden Beifall spendeten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert