Konzert mit Reinhard Horn: 70 Kinder stehen im Scheinwerferlicht

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
13644569.jpg
Entertainer Reinhard Horn machte mit seinem Treck „Weihnachten unterm Sternenzelt“ Station in der Pfarrkirche St.Antonius Gey. Foto: bel

Gey. Ein recht ungewohntes, aber durchaus schönes Bild, bot sich jetzt in der Pfarrkirche St. Antonius in Gey. Männer und Frauen aller Altersgruppen, Jugendliche und vor allen Dingen Kinder durchschritten das Kirchenportal. Alle einte die Vorfreude auf den Auftritt von Entertainer Reinhard Horn mit dem Kinderchor der Gemeinde Hürtgenwald.

Mütter und Väter schoben ihre Kleinsten mit dem Kinderwagen in die Kirche, wo schon hell erleuchtet die Bühne von „Weihnachten unterm Sternenzelt“ auf die Vorstellung wartete. Als Veranstalter zeichnete sich der Musikverein „Rheinklänge Gey“ verantwortlich.

Kinder aus der „Musikalischen Früherziehung“, „Flötenkinder“, Mädchen und Jungen aus Klassen der Grundschule Gey/Straß, zusammen 70 an der Zahl, standen am Altar, in Scheinwerferlicht mit wechselnden Farben getaucht, und warteten auf den Mann, über den vor einiger Zeit – so erzählt er es selbst – ein Achtjähriger gesagt haben soll: „Du bist der tollste Kinderversteher!“

Unter der Leitung von Anke Bauer hatten die Kinder der verschiedenen Einrichtungen in den vergangenen Wochen Lieder von Reinhard Horn einstudiert, um sie im Advent zu präsentieren. Aufgelockert wurden die Gesänge, in die auch die Erwachsenen im Kirchenraum einstimmen konnten, von einer Bläsergruppe des Vereins „Rheinklänge Gey“, die sich auf der Empore der Orgel positioniert hatte. „Weihnachten unterm Sternenhimmel“ mit Reinhard Horn hat es in den vergangenen Jahren immer wieder quer durch die Republik gegeben, doch in „unserer Region“ – so kann der Musikverein Rheinklänge jetzt in seinem Tagebuch vermerken – „findet er zum ersten Mal statt“.

Bei diesem Event standen – neben Reinhard Horn – die Kinder im Vordergrund. Horn sagt, dass er die Welt mit Kinderaugen zu sehen versuche. Und bei dieser Beobachtung ist ihm vor Jahren klargeworden, dass sich Kinder bewegen, dass sie tanzen, dass sie singen, wenn sie fröhlich sind. „Kinder lieben Musik, sie haben von Anfang an Rhythmus im Blut“, heißt das Statement Reinhard Horns.

Der Erfolg ist ihm und seinen Mitarbeitern seit Jahren sicher. Davon erzählen 150 Auftritte jährlich und die mehr als zwei Millionen verkauften Tonträger. „Dezemberzeit – Wartezeit“, „Applaus für den Nikolaus“, „Lichterkinder bringen Licht“ oder der „Schneemann-Rock´n´Roll“, Songs, die auch die Begleiter der Kinder, die Erwachsenen, mit großem Beifall bedachten. Doch auch Kritisches zum Elend der Kinder der Welt war zu vernehmen, das es zu überwinden gilt.

Ein Projekt im afrikanischen Sambia wurde zum Thema, wo Kinder auf Tabakplantagen oder in Steinbrüchen kaum eine Chance zum Überleben haben. Horn gab hier zwischen all dem freudigen Tun Anstöße, wie man aus einer durch Not geteilten Welt die „Eine Welt“ machen kann.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert