Konzert des Jungen Orchesters: Kontrastreich wie Farben im Herbstwald

Von: Laura Huppertz
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Das Junge Orchester Kreuzau spielte vor rund 350 Besuchern unter der Leitung von John Kikken. Foto: Huppertz

Kreuzau. Einmal die Gedanken schweifen lassen und sich völlig bekannten Melodien hingeben, auf dem Herbstkonzert des jungen Orchesters Kreuzau in der Kreuzauer Festhalle war dies möglich. Viele Kontraste zu schaffen, genau wie es bei den Farben im Herbstwald ist, das war der Gedanke, der hinter dem Programm des Herbstkonzertes stand.

Das Orchester, das rund 60 Musiker im Alter von 13 bis 59 Jahren umfasst, präsentierte den rund 350 Zuhörern in der Festhalle Kreuzau einen bunten Mix aus symphonischen Stücken, Filmmusik, Disco- und Pop-Medleys sowie ihre Lieblingspolka, ein Überbleibsel der Oktoberfeste der vergangenen Wochen. Zum Konzertauftakt gab es etwas ganz Besonderes: Marchissimo von Philip Sparke.

„Die Schwierigkeit besteht darin, den Weg und die Zeit, die die Musik brauchen, um zu ihrem Platz zu gehen, genau passend zu gestalten, aber es hat heute schon zweimal geklappt“ freute sich John Kikken, der Dirigent des Jungen Orchesters Kreuzau. In diesem Stück geht es darum, dass sich alle Instrumente nacheinander vorstellen und die Musiker erst zu Beginn ihres Instrumentes den Weg auf die Bühne antreten.

Mit viel Liebe und großem Engagement leitet Kikken bereits seit 33 Jahren das Junge Orchester und reist für die Proben extra jeden Dienstag aus Mönchengladbach an. „Wir sind wie eine Familie“, sagte Geschäftsführerin Regina Küpper, und die Vertrautheit merkt man den Orchestermitgliedern an, denn ohne große Probleme spielten sie die Stücke. Während es zu Beginn ernster zuging, wurde es nach der Pause ein wenig lockerer.

So widmeten sich die Musiker Filmmusiken aus der Pate, La La Land oder Fluch der Karibik. Als Zugabe spielten sie ihre Lieblingspolka „Hinter der Garage“ und offenbarten dabei noch weitere ungeahnte Talente. So begleiteten zwei Mitglieder des Jungen Orchesters Kreuzau das Lied gesanglich. Besonderes Schmankerl an dem Abend war die Titelmusik der Muppets. Diese griffen die Musiker zum Abschluss noch einmal auf und marschierten durch den Saal.

Unterstützt wurde das Orchester von seinem Nachwuchs, dem Sinfonischen Jugendorchester unter der Leitung von Ruth Kniprath. Die rund 20 Kinder und Jugendlichen im Alter von zehn bis 17 Jahren spielten zu Beginn vier Stücke und eine Zugabe. Auch sie passten ihr Programm den Kontrasten an und spielten zuerst symphonische Stücke und entführten die Zuhörer danach in die Welten von Harry Potter und den Simpsons.

„Ich bin sehr zufrieden“, äußerste sich Ruth Kniprath über die Leistung ihrer Schützlinge. Der Nachwuchs selbst hatte vor allem mit einem Problem zu kämpfen: der Nervosität. „Oh ja, ich war sehr nervös“, sagte Jennifer Danecki (15). Ihre Schwester Alina (13) pflichtete ihr bei und ergänzte: „Doch zum Schluss würde man gerne noch mehr spielen“. Die Geschwister Hedwig (16) und Caspar (14) von Spee fanden, „die Zeit auf der Bühne ging viel zu schnell um“.

Die intensiven Vorbereitungen auf das Konzert begannen vor einem halben Jahr. Zu der zweistündigen Probe ein mal pro Woche kamen noch Zusatzproben hinzu. „Wir hatten sogar ein Probenwochenende, wo wir etwa zwölf Stunden geprobt haben“, sagte Annika Reinartz (13). Jetzt haben die Jugendlichen acht Wochen Zeit, neue Stücke zu lernen, denn am 17. Dezember steht das Weihnachtskonzert in der Marienkirche in Düren, Beginn 16 Uhr, auf dem Programm.

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