Kontroverse Diskussion um sozialen Wohnungsbau

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Düren. Die Frage der Ausrichtung der städtischen Wohnungspolitik hat im Dürener Stadtrat eine kontroverse Diskussion ausgelöst.

Während die „Ampel“-Mehrheit den sozialen Wohnungsbau – eventuell auch mit einer Quotenregelung in künftigen Neubaugebieten – stärken will, um den auch mit dem Flüchtlingszuzug angestiegenen Bedarf zu decken und eine Alternative zu vielen teuer vermieteten „Schrottimmobilien“ in Norddüren zu haben, befürchtet die CDU, dass mit zusätzlichem sozialen Wohnraum auch weitere Transferleistungsempfänger in die Stadt ziehen werden.

Die Opposition verweist auf das vor zwei Jahren erstellte Handlungskonzept Wohnen, das keinen Mangel an Sozialwohnungen ausweise, sondern an hochwertigem Wohnraum für Besserverdienende. Und genau die würden mit Blick auf die Kaufkraft dringend benötigt.

Die „Ampel“ betont, dass die Zahl der Sozialwohnungen in der Stadt in den vergangenen fünf Jahren um 20 Prozent geschrumpft sei, während die Zahl der Transferleistungsempfänger gestiegen sei. Die Koalition geht davon aus, dass 60 Prozent aller Mieter in Düren einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben. Die Stadt sei in der Pflicht, gerade auch dieser Personengruppe ein ausreichendes Angebot an preisgünstigem Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Dabei will die „Ampel“ auch den Dürener Bauverein mit ins Boot holen, der sich stärker als bisher im Neubaugeschäft engagieren soll.

Baudezernent Paul Zündorf warnte vor Schnellschüssen und warb für eine genaue Analyse der Situation. Er bestätigte, dass billiger Wohnraum den Zuzug einkommensschwacher Mieter forciere, verwies aber auch auf den hohen Bestand unsanierter Altbauten in der Stadt und kündigte an, das Handlungskonzept Wohnen mit Blick auf hochwertigen und sozialen Wohnungsbau noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen.

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