Düren - Kontrollen der Leinenpflicht für Hunde sorgen für Diskussionen

Kontrollen der Leinenpflicht für Hunde sorgen für Diskussionen

Von: smb
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Hund leine Stadt Herbst Symbol Foto: dpa
In den Parks und in der Stadt ist die Leine Pflicht. Wer sich nicht an die Regel hält, muss je nach Größe des Hundes eine Strafe zahlen. Symbolfoto: dpa

Düren. In der Stadt und in allen Parks gehören Hunde an der Leine. So steht es in einem Papier, das den sperrigen Namen „Ordnungsbehördliche Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ der Stadt Düren trägt.

Die Regel ist unmissverständlich formuliert – und doch wird sie oft nicht eingehalten und sorgt damit für Diskussionsstoff in Parks und auf Wegen.

Auf der einen Seite sind die Menschen, die Hunde lieber an der Leine sehen, auf der anderen Hundebesitzer, die ihrem Tier gerne den nötigen Freilauf gewähren möchten – manche überall. Auch deswegen kontrolliert der Sicherheits- und Ordnungsdienst der Stadt Düren die Anleinpflicht. 20 Euro kostet es, wenn das Ordnungsamt einen kleinen Hund ohne Leine erwischt, bei einem großen werden 40 Euro fällig. 111 Hundehalter hat das Ordnungsamt in diesem Jahr bislang verwarnt.

Oft stoßen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes auf Kritik. „Gerade in großen Parks wie dem Holzbendenpark haben die Hundehalter nicht immer Verständnis dafür, dass ihr Hund nicht frei laufen darf“, weiß Matthias Rothkranz, der stellvertretende Leiter des Ordnungsamtes.

Die Anleinpflicht sei aber wichtig, um Spaziergänger, Kinder und Sportler zu schützen – und auch andere Tiere. Regelmäßig würden totgebissene Tiere gemeldet, zum Beispiel ein Schwan und ein Reh im Burgauer Wald.

Im Internet haben die jüngsten Kontrollen der Anleinpflicht für kontroverse Debatten gesorgt. „Abzocke“, kommentierten einige Dürener. Entbrannt ist eine Debatte über Sinn und Unsinn des Anleinens, der Kontrollen und Knöllchen. „Keiner kann für sein Tier die Hand ins Feuer legen“, kommentierte eine Dürenerin.

Bellen als Problem

Manche Leute sprechen sich aus Gründen der Sicherheit für häufigere Kontrollen aus. Andere bemängeln, dass die Stadt dann auch Alternativen – also Freilaufflächen für Hunde – anbieten müsse. Die Politik hat sich vor nicht all zu langer Zeit jedoch gegen eine solche Fläche entschieden – aus Sorge darum, dass ein großes, von Hundehaufen geprägtes Areal entsteht, dass Hund und Halter dann doch nicht mehr betreten mögen.

Auf Feldwegen außerhalb der Bebauung gibt es keine generelle Leinenpflicht. Aber auch dort sind Hundehalter dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass von ihren Tieren keine Gefahr ausgeht. „Zur Aufzuchtzeit von Jungvögeln, Hasen und Wild gibt es allerdings auch Schutzbestimmungen“, betont Matthias Rothkranz.

Beim Ordnungsamt der Stadt ist eine Sachbearbeiterin ausschließlich mit dem Hundewesen befasst – unter anderem mit Registrierungen und Beschwerden. Etwa zweimal pro Woche gibt es dort Beschwerden wegen nicht Einhaltung der Leinenpflicht. Wenn Hundehalter sich nicht an die Leinenpflicht halten oder es gar schon Bisse gegeben hat, kann das Ordnungsamt eine Leinen- und Maulkorbpflicht verhängen.

Häufiger sind allerdings Beschwerden wegen des Bellens, davon kommen wöchentlich im Schnitt fünf an. „30 Minuten Gebell am Tag gelten als zumutbar“, sagt Rothkranz. Solche Problemfälle ließen sich aber meist mit einem Bußgeld lösen, die Hunde dürfen dann bleiben. Bei den sogenannten gefährlichen Hunden prüft das Ordnungsamt auch, ob Personen sie überhaupt halten dürfen. Vorbestraften ist das beispielsweise untersagt.

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