Düren - Konrad Beikircher, der rheinische Enterhaken

Konrad Beikircher, der rheinische Enterhaken

Von: Julian Loevenich
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Düren. Ein Urgestein kann man ihn nennen, einen Meister seines Fachs, ein Unikat der deutschen Kulturlandschaft – als ewig Treuen muss man ihn bezeichnen: Konrad Beikircher. Nun stand er mit seinem Jubiläumsprogramm „Das Beste aus 35 Jahren“ auf den Brettern des Haus der Stadt in Düren.

Seit 35 Jahren reist er auf den Bühnen des Landes umher, unterhält, überlegt sich stets Neues, verändert sich selbst dabei aber nie und bleibt sich sowie seinem Publikum treu.

Die Bühne ist dunkel, als die Silhouette Beikirchers von der Seite her unter Applaus zum Mikrofon in der Bühnenmitte läuft. „Wie isset?“ tönt es in den Saal, „jot“ schallt es lautstark zurück. Nach diesem Begrüßungsritual steht der 1945 in Südtirol geborene Künstler inmitten des Scheinwerferlichts des großen Bühnenraums, alleine. Beikircher verzichtet auf große Symbolik und technisches Großaufgebot, steht dort vor seinem Mikrofonständer, will einfach nur erzählen – und das über zwei Stunden. Der Mann, der am 28. März 1978 in der Bonner Jazz-Galerie sein Debüt erlebte, ist ein begnadeter Beobachter des Sprachgebrauchs. „Kennen sie eine der genialsten rheinischen Erfindungen?“, fragt Beikircher sein Publikum. Die Antwort: „der rheinische Enterhacken.“

Das Gesprächsthema

Dahinter, so der Kabarettist, verberge sich die Möglichkeit, ein Gespräch immer an sich zu reißen. „Wenn sie merken, dass sie von einem Gesprächsthema keine Ahnung haben, sagen sie einfach diese vier Worte: wo sie jrad sagen. Dann hängen sie einfach irgendein Wort dran und schon dreht sich das Gespräch nur noch darum“, erklärt Beikircher, der seine Arbeit im Auftrag des rheinischen Missionswerk sieht. Dazu gehört auch, die Sage vom Rolandsbogen in rheinischem Dialekt zu verpacken und ein wenig humoristischer als das Original darzubieten. Konrad Beikircher behält bei seinem komplett frei vorgetragenen Programm aber immer den Überblick, findet immer wieder zurück und ermöglicht es somit dem Zuschauer, sich entspannt zurück zu lehnen und seinen Humor zu genießen. Das Publikum dankt ihm das mit viel Applaus, auch während der Vorstellung.

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