Düren - Konfirmanden machen sich Gedanken über Gerechtigkeit

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Konfirmanden machen sich Gedanken über Gerechtigkeit

Von: ajo
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In Schlagstein beteiligten sich Jugendliche am Konfirmanden-Wochenende der Evangelischen Gemeinde. Foto: Annika Johnen

Düren. „Würde ich auf billige Kleidung oder auch Markenkleidung verzichten, um etwas in der Welt zu verändern?“, diese Frage stellten sich die Konfirmanden und ihre jugendlichen Betreuer der Evangelischen Gemeinde zu Düren bei ihrem Konfirmandenwochenende in Schlagstein unter der Leitung von Pfarrerin Vera Schellberg.

Zum Thema Gerechtigkeit haben sie Infomaterial in Gruppen erarbeitet und das Projekt der Vermarktung eines komplett fair produzierten Schuhs entwickelt. „Den meisten von uns ist an diesem Wochenende zum ersten Mal wirklich bewusst geworden, dass wir auf Kosten anderer leben. Kleidung tragen wir jeden Tag, aber wir denken nie darüber nach, was dahinter steckt, also unter welchen Bedingungen sie hergestellt wird“, berichtete Betreuer Andi, der zwar schon konfirmiert wurde, aber sich trotzdem noch ehrenamtlich engagiert, genau wie seine Kolleginnen Lea und Kim.

„Fair produziert heißt, dass die Schuhe, die wir anbieten, unter menschlichen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden. Die Arbeiter in Pakistan, Sri Lanka und Indien bekommen genug Lohn, um ihre Familie mit Nahrung und Bildung zu versorgen. Es werden keine gesundheitsschädlichen Stoffe verwendet, und Frauen werden an ihrem Arbeitsplatz nicht diskriminiert“, stellte Konfirmand Stefan heraus. „Zudem sind die Schuhe nicht teurer als üblich, da es weniger Zwischenhändler gibt und keine Werbekosten entstehen. Der Eine Welt Laden vertreibt sie zum Einkaufspreis, und das komplette Geld geht eins zu eins zurück in das Produktionsland, wo es in Bildung und soziale Projekte investiert wird“, unterstrich Konfirmandin Lucy.

Die engagierten Jugendlichen haben sich bei der Wahl des Schuhs für Chucks ins verschiedenen Farben und Formen entschieden. „Diese Art von Schuh spricht die Jugend an, das war uns wichtig. Wir möchten das Thema Gerechtigkeit ins Gespräch unter Jugendlichen einbringen, sie zum Nachdenken und Handeln anregen“, hob Pfarrerin Vera Schellberg hervor und betonte weiter: „Unser Motto ist: Große Dinge mit kleinen verändern. Viele haben das Gefühl, nichts tun zu können, was große Weltprobleme betrifft, aber wir sagen: Es geht! Natürlich nicht alles auf einmal, aber Stück für Stück.“

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