Kommunalpolitiker diskutieren über den ÖPNV

Von: gkli
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Nörvenich. Wohin geht die Reise, was den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Kreis Düren angeht? Ingenieur Kai Pachan vom Planungsbüro „BVS Rödel & Pachan GbR“ stellte im Nörvenicher Rathaus den Mitgliedern des Haupt-, Finanz- und Umweltausschusses den Sachstand zur Neuaufstellung des Nahverkehrsplans vor.

Eine Haushaltsbefragung bei 2,5 Prozent der Bevölkerung wurde inzwischen abgeschlossen, Verhaltensmuster festgehalten. 59 Prozent der Bürger fahren mit dem Auto.

Ein Ziel der Neuaufstellung ist es, den Nahverkehr künftig aus einer Hand anzubieten. Aktuell gibt es zwei Anbieter, nämlich den Regional-Verkehr-Euregio-Maas und die Dürener Kreisbahn. Laut Plan soll bald nur noch die Dürener Kreisbahn Anbieter sein. Rückläufig ist laut Kai Pachan die Nutzung der Busse. Zunehmend werden dagegen Fahrräder, speziell E-Bikes, eingesetzt. Pachan: „Wir müssen ein qualifizierteres Schnellbusnetz ohne viel Umwege auf den Weg bringen, um wieder attraktiver zu werden.“ Stark frequentiert werden die Verbindungen zwischen Nörvenich und Düren, Nörvenich und Erftstadt sowie Nörvenich und Vettweiß. Gerade die Strecke nach Düren soll häufiger gefahren und beschleunigt werden. Das bedeutet jedoch, das nur selten genutzte Haltestellen wegfallen. An bestimmten Punkten bieten sich auch „multimodale“ Möglichkeiten an. So könnte ein Fahrgast vom Bus auf ein Fahrrad umsteigen. Auch sei Car-Sharing, also die Mitbenutzung eines Wagens, denkbar.

Nörvenichs Bürgermeister Hans Jürgen Schüller: „Ich befürchte, dass bei dieser Straffung die kleineren Orte auf der Strecke bleiben.“ Dem widersprach Pachan nicht. Allerdings lehre die Erfahrung auch, dass die Anbindung kleinerer Ortschaften nicht angenommen werde. Weiter wurden die hohen Preise für Einzelfahrten angesprochen. Das Planverfahren soll Ende des Jahres abgeschlossen werden.

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