Merzenich/Salvador da Bahia - Kommt Deutschland ins Finale, ist Frank Vaaßen dabei

Kommt Deutschland ins Finale, ist Frank Vaaßen dabei

Von: smb
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Dieses Foto hat Daniel Jonas während des Spiels Deutschland gegen Portugal von seinem Fernseher gemacht und es bei Facebook gepostet.

Merzenich/Salvador da Bahia. Ist sie Ihnen beim ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft auch aufgefallen? Die schwarz-rot-goldene Flagge mit dem Schriftzug Merzenich? Beim Spiel gegen Portugal war sie mehrfach zu sehen – und es dauerte nicht lange, da wurde sie vor den heimischen Fernsehgeräten und im sozialen Netzwerk Facebook schnell zum Gesprächsthema.

Ist das wirklich unser Merzenich? Und wer hat die Fahne so prominent im Stadion von Salvador da Bahia aufgehangen? „Es ist ein kleiner Gruß an meine Freunde und meine Heimat“, erklärt Frank Vaaßen, den die DZ nach Tipps aus Merzenich im Resort des „DFB-Fanclubs Nationalmannschaft“ ausfindig gemacht hat. Dort ahnte er nichts davon, dass er in seiner Heimat längst zum Gesprächsthema geworden ist. „Schön, dass mein Gruß gut angekommen ist“, freut sich der Fußballfan. Schließlich sei es gar nicht so einfach, einen guten Platz für die Fahne zu finden.

Frank Vaaßen ist ganz nah dran an der WM. Mit 300 Fußballverrückten aus dem DFB-Fanclub ist er nach Brasilien gereist, um die deutsche Elf anzufeuern. „Die Stimmung hier ist ausgelassen“, beschreibt der Fußballfan begeistert. An das Spiel in Salvador da Bahia wird er sich noch lange zurückerinnern – nicht nur wegen des grandiosen Ergebnisses: „Salvador da Bahia ist eine tolle Stadt. Alles war bunt geschmückt, überall waren Sambarhythmen zu hören“ gibt Frank Vaaßen einen Einblick.

Natürlich steht der Fußball im Fan-Resort im Vordergrund. „Aber wenn ich schon um den halben Erdball fliege, dann will ich auch Land und Leute kennenlernen“, sagt Frank Vaaßen. Daher sind er und viele andere Fans ständig auf Achse, um in Ausflügen das südamerikanische Land zu erkunden. Geschlafen wird wenig. „Die Brasilianer sind sehr freundliche, offene und fröhliche Menschen“, beschreibt der Merzenicher. Das Land sei interessant und abwechslungsreich.

Das Eröffnungsspiel hat Frank Vaaßen, der mit einem Freund aus Köln und 31 weiteren Mitgliedern der Fanclub-Sektion Rheinland unterwegs ist, übrigens an der Copacabana, dem berühmtesten Strand Rios, verfolgt. „Dort haben wir auch eine Demonstration mitbekommen“, erzählt Frank Vaaßen. Bedrohlich sei die Situation aber nicht gewesen. „Ich habe Verständnis für die Position der Demonstranten.“

Von Rio de Janeiro ging es dann nach Itamaracá. Das Fan-Resort liegt etwa 50 Kilometer nördlich der Stadt Recife, die wiederum im Nordosten des riesigen Landes liegt. Von dort aus reist der DFB-Fanclub Nationalmannschaft via Flugzeug und Bus zu allen Vorrundenspielen, um die Löw-Elf anzufeuern. „Die Euphorie nach dem 4:0 gegen Portugal ist natürlich groß“, schildert Frank Vaaßen. Er hat mit Fußballfans aus aller Welt gefachsimpelt, und eines ist klar: „Deutschland ist von vielen zum Favoriten erklärt worden.“

Keine Frage, dass der Merzenicher Fußballfan auch das Endspiel im Stadion von Rio de Janeiro verfolgen will. Wenn die deutsche Elf es bis dorthin schafft, ist er auf jeden Fall live dabei, das wird – wie alles andere auch – über den DFB-Fanclub organisiert. „Am Tag des Finales feiere ich außerdem meinen 48. Geburtstag“, erzählt der Merzenicher. Und wenn die Neuer und Co. dann den Titel holen würden, wäre das natürlich das größte Geschenk und eine Geburtstagsparty der Extraklasse.

Aber eines nach dem anderen: „Wenn unsere Nationalmannschaft Gruppenerster wird – und davon gehen wir fest aus – dann fliegen wir erstmal zum Achtelfinale nach Porto Alegre“, wagt Vaaßen einen Blick in die Zukunft. Und von dort reisen die Fans weiter hinter der Nationalelf her. Bis dahin will der Merzenicher nicht nur die Spiele der deutschen Elf im Stadion verfolgen. Wenn es klappt, will er noch für andere Spiele Karten ergattern, für die Partie Kroatien gegen Mexiko zum Beispiel, die in Recife ausgetragen werden.

Samstagabend werden (nicht nur) die Merzenicher ganz genau hinschauen, ob Frank Vaaßens Flagge für alle Welt zu sehen ist. Die Freude darüber, das Merzenich nun berühmt ist, ist schon groß: Die Kommentare bei Facebook reichen von „Ist ja irre“ und „geilo“ bis „Uns Merzenich ist Weltmetropole“ und „Merzenich von he bis nam Zuckerhoot“.

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