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Kommentiert: Offene Fragen schüren Ängste

Ein Kommentar von Sarah Maria Berners

Integration – dieses große Wort ist Dienstagabend in Drove oft gefallen. Wie soll es gelingen, 300 Flüchtlinge zu integrieren, wollten die Bürger wissen? Was denkt sich die Bezirksregierung dabei, so viele Menschen in dieses Haus im 2000-Seelen-Ort zu stecken?

Von Integration sprechen – das klingt immer gut. Doch die Kritik an der vermeintlich nicht adäquaten Unterbringung und den mangelnden Integrationschancen ist manchmal auch fadenscheinig. Sie ist auch verbunden mit der Hoffnung, die Einrichtung doch noch verhindern zu können, wenn ein so wichtiges Ziel nicht erreicht werden kann. Das Signal „Hier ist der falsche Platz für diese Leute“ klingt ebenso durch wie die besorgte Frage, wie sich der Zuzug von 300 Menschen aus anderen Kulturen auswirkt?

Aus Unwissenheit entstehen Vorurteile. Offene Fragen schüren Ängste, schaffen Raum für Gerüchte. Menschen schaukeln sich dann schnell hoch. An dieser Stelle ist die Bezirksregierung gefordert: Deren Informationen kamen zu spät und erst auf Nachfrage. Sie und die Betreiberin hätten schon vor einem Monat nach Drove kommen müssen und direkt umfassend informieren müssen.

Hoffen wir, dass die Wut über das Land und die Betreiber nicht die Menschen trifft, die aus dem Krieg nach Drove kommen.

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