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Kommentiert: Kritische Fragen müssen erlaubt sein

Ein Kommentar von Jörg Abels

Über Kunst, Architektur und Ästhetik lässt sich trefflich streiten. Während nahezu alle Politiker am Dienstagabend die baulichen und inhaltlichen Pläne für den Neubau des Papiermuseums in den höchsten Tönen lobten, sprach Grünen-Ratsherr Georg Schmitz von einem „Bunker mit Schießschächten“.

Eine persönliche Meinung, die harsch kritisiert und ebenso schnell zur Seite gefegt wurde wie die sicherlich nicht unberechtigten Sorgen eines Henner Schmidt (SPD), der vor einer endgültigen Entscheidung nicht weniger als Gewissheit über die Folgekosten haben will. Denn die Defizite der Museen müssen im auf Kante genähten städtischen Haushalt beglichen werden, im laufenden Jahr voraussichtlich mehr als 2,75 Millionen Euro.

Bei allem Verständnis für den Enthusiasmus der Projekt-Befürworter, die auf die nicht unerhebliche private Beteiligung, die städtebauliche Aufwertung und den Renommeegewinn der Stadt verweisen, muss eine kritische Auseinandersetzung auch zum jetzigen Planungsstand noch erlaubt sein.

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