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Kommentiert: Die Niederlage jetzt eingestehen

Ein Kommentar von Jörg Abels

Kreis Düren, Bezirksregierung und NRW-Innenministerium sind sich bei der Interpretation der Gemeindeordnung einig: Der Stadtrat darf bei der Strukturierung der Verwaltung nicht in die Organisationshoheit des Bürgermeisters eingreifen.

Wenn der Bürgermeister sich um Teilbereiche selber kümmern will, ist das sein gutes Recht. Natürlich kann die „Ampel“ das ganze jetzt noch juristisch überprüfen lassen. Aber mit welchen Konsequenzen?

Die Handlungsfähigkeit der Verwaltung würde bei einer Wiederwahl von Paul Larue im September langfristig mehr als eingeschränkt. Das träfe auch und vor allem die Wirtschaftsförderung, die nicht nur der „Ampel“ besonders am Herzen liegt, um die Zukunft der Stadt zu gestalten. Derart deutlich in seiner Rechtsauffassung bestätigt, dürfte sich Paul Larue kaum auf Kompromisse einlassen.

Wenn sie nicht als Blockierer in den Bürgermeisterwahlkampf ziehen möchte, ist die „Ampel“ gut beraten, ihre Niederlage einzugestehen und den Weg jetzt für die Ausschreibung der Dezernentenstellen freizumachen. Sollte die „Ampel“ mit Liesel Koschorreck die Wahl am 13. September gewinnen, kann sie immer noch die Verwaltung neu organisieren. Vorher wird ohnehin nicht über die Postenvergabe entschieden.

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