Kommentiert: Die Annakirmes braucht feste Regeln

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Kommentiert: Die Annakirmes braucht feste Regeln

Ein Kommentar von Jörg Abels

Der Versuch der „Ampel“-Koalition, die gerichtliche Schlappe der Stadt bei der Platzvergabe für die Annakirmes der Verwaltung in die Schuhe zu schieben, ist ein fadenscheiniges Manöver.

Natürlich schreibt nicht die Politik, sondern die Verwaltung die Ablehnungsbescheide. Sie muss die Entscheidungen der Politik umsetzen, kann dabei aber nur die Gründe aufführen, die man ihr nennt.

Es war die „Ampel“-Mehrheit im Steuerausschuss, die, alle Hinweise der Verwaltung ignorierend, von den städtischen Vergaberichtlinien abgewichen ist, ohne dafür nachvollziehbare Argumente zu liefern. Das hat das Verwaltungsgericht Aachen mehr als deutlich gemacht.

Dabei lässt gerade der Ausschussvorsitzende keine Gelegenheit aus, sich als ausgesprochener Kirmesexperte zu positionieren, der mehr Ahnung vom Metier als die Verwaltung inklusive Platzmeister habe.

Wenn das ganze Theater eines zeigt, dann dass die Zulassung von Schaustellern zur Annakirmes in Zukunft an wirklich nachvollziehbare Kriterien gebunden sein muss, eine objektive Bewertungsmatrix mit Punktesystem.

Andere Städte wie Hamburg haben dies längst vorgemacht, um einer Platzvergabe nach subjektivem Gutdünken einen Riegel vorzuschieben. Die Annakirmes darf nicht länger von Einzelnen abhängig sein. Das haben die Schausteller, vor allem aber die vielen Hunderttausend Besucher nicht verdient.

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