Düren - Komiker Ralf Schmitz hört nicht auf den Rat seiner Mutter

Komiker Ralf Schmitz hört nicht auf den Rat seiner Mutter

Von: kte
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Ralf Schmitz sorgte mit seinem Programm „Schmitzenklasse“ für viele Lacher in der Arena Kreis Düren. Foto: K. Teichmann

Düren. Kleiner Mann ganz groß. Ralf Schmitz, zuletzt vor anderthalb Jahren in der Arena Kreis Düren zu Gast, begeisterte am Freitagabend erneut das Dürener Publikum. Und die Zuschauer hatten den Komiker offensichtlich vermisst, denn er wurde mit viel Applaus empfangen. „Und meine Mutter sagt noch zu mir: ‚Fahr‘ bloß nicht nach Düren!‘“, witzelte Schmitz frech daher.

Er tat es doch und hatte sein neuestes Programm „Schmitzen-klasse“ im Gepäck. „Es gibt Dinge, die sind einfach nur klasse. Dann gibt es Dinge, die sind einfach nur Spitze. Und wenn etwas ganz besonders Gutes passiert, dann ist das ‚Schmitzenklasse‘.“ So zumindest die selbstsichere und simple Erklärung des Comedians, der aber schnell anfügte: „Klasse hat auch viel mit der Schulzeit zu tun. Bei einigen ist diese länger her, einige andere stecken noch mittendrin. Ich möchte mit euch eine Reise in die Vergangenheit wagen.“

Und so fing er mit Vergleichen zwischen Schulzeit „früher“ und „heute“ an. So sei es damals auf dem Schulhof meist sehr laut gewesen, weil alle Kinder tobten. Heutzutage höre man meist keinen Mucks mehr, denn die Kinder seien „alle mit ihren Smartphones beschäftigt“. Oder aber er berichtete von einem „echten Pausenbrot“, das „in 100 Meter Alufolie eingewickelt“ wurde, „um es schön frisch zu halten“. Der neueste Trend sei „eine Bentobox, in der alle Zutaten fein säuberlich voneinander getrennt untergebracht“ würden.

Schmitz stattete dann Zuschauern einen Besuch ab, um diese nach ihrem damaligen Notenschnitt zu befragen. Schmitz stieß nicht unbedingt auf die Antworten, die er erwartet hatte, fand aber heraus, dass ein Pärchen „vor der Show einen Döner gegessen“ haben musste: „Wenn ihr lacht, riecht es so extrem nach Knoblauch. Ich glaube, ihr hattet einen Döner mit ganz wenig Fleisch, aber ganz viel Knoblauch.“ Immer wieder bat Schmitz einzelne Zuschauer auf die Bühne und ließ sich Improvisationsspielchen einfallen.

Mal durften zwei Bühnengäste nur je zwei verschiedene Sätze nutzen, um Schmitz zu antworten. Ein anderes Mal hatte eine Zuschauerin eine Klingel und eine Tröte in der Hand – gab Schmitz ihren Tagesablauf korrekt wieder, durfte die junge Frau klingeln, erzählte er etwas Nichtzutreffendes, drückte sie beherzt auf die Tröte. Ein Heidenspaß bis hin zum „Musical“ über ein Ehepaar, das bereits seit 40 Jahren verheiratet ist. Garniert wurde das Ganze von einer modernen Interpretation der Bibelgeschichte, in der Ralf Schmitz in die Rollen von „Columbo“, Markus Lanz und Günther Jauch in „Wer wird Millionär“ schlüpfte.

Individueller Abend

Doch wieso bezieht Schmitz eigentlich so viel Publikum in seine Show mit ein? „Das birgt die Gewährleistung, dass es Improvisation ist. So ist jeder Abend sehr individuell. Das hält auch mich frisch“, sagte Schmitz nach seinem Auftritt. „Je mehr Sachen wiederverwendet werden, desto eher geht es in die Hose“, beteuerte Schmitz, dass er fast keine Vorbereitungen für die Improvisationseinlagen vornehme. „Jeder Abend soll frisch und neu sein. Mir ist wichtig, dass das Publikum merkt, dass es Komik aus dem Bauch heraus ist.“

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