Kombination von Orgelstücken und britischen Jazz-Songs

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Der erste Teil des Konzertes war von Klangfülle und -schönheit geprägt, in der zweiten Hälfte stand die Musikrichtung Jazz im Mittelpunkt.

Düren. Unter dem Motto „Classic meets Jazz“ gestaltete der Frauenchor von St. Josef unter der Leitung von Kantor Reinhard Berg in der voll besetzten Josefskirche ein brillantes Konzert.

Zunächst erklang auf der Orgel – passend zum Lutherjahr – die „Vaterunser-Sonate“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy über den Choral „Vater unser im Himmelreich“ von Martin Luther. Kantor Berg verstand es in musikalisch einfühlsamer Weise die einzelnen Variationen des Chorals mit farbiger Registrierung auf der Orgel zu gestalten.

Danach sang der Frauenchor die „Messe in A-Dur“ und das „Salve Regina“ von Joseph Rheinberger, einem Komponisten der deutschen Romantik, der bekannt ist für melodiöse Stimmführungen und ausgeklügelte Harmoniewendungen. Die 17 Damen des Chores entwickelten dabei eine unvermutete Klangfülle und Klangschönheit. Ganz ohne Dirigat folgten sie mit einer großen dynamischen Bandbreite exakt der Orgelbegleitung von Kantor Berg.

Jedes einzelne Wort war dabei zu verstehen. Im zweiten Teil des Konzertes ging es dann etwas jazziger zu: Es erklang die „Nidaros Jazz Mass“ des britischen Komponisten Bob Chilcott, der dieses Stück für die Mädchenkantorei des Nidaros-Domes im norwegischen Trondheim schrieb. Kantor Berg leitete nun den Chor vom E-Piano aus. Dazu gesellte sich Anja Böckmann am Schlagzeug, die die Messe rhythmisch und musikalisch sehr versiert begleitete.

Dabei kam als besonders mitreißend das „Gloria“ und als besonders gefühlvoll das „Agnus Dei“ an. Eingerahmt wurde die Messe von zwei Orgelstücken des norwegischen Komponisten Mons Leidvin Takle: Im ersten „The organ is dancing“ erklangen wunderbare Jazzelemente, das zweite „The promised Land“ hatte programmatischen Filmmusikcharakter, war virtuos gespielt und äußerst hörenswert.

Das Konzert endete mit minutenlangen stehenden Ovationen.

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