Kölsche Nacht: In Niederzier bebt das Zelt

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
7740569.jpg
Die „Bläck Fööss“ sorgten für ausgelassene Stimmung – wieder einmal. Es war ihr fünfter Auftritt in Niederzier. Foto: Sandra Kinkel
7740524.jpg
Sebi Wagner von „Kasalla“ tanzte auf den Boxen.

Niederzier. „Liebe Niederzierer! Das ist Tanzmusik! Würdet Ihr mit uns ein wenig ausrasten???“ Da lassen sich die knapp 850 Menschen im Festzelt auf dem Weihberg in Niederzier nicht lange bitten. Und schon gar nicht von Sebastian Campmann, Sänger der Kölsch-Rocker von „Kasalla“.

Zum 20. Mal haben die Männer der Maigesellschaft Niederzier am Freitag zu ihrer traditionellen „Kölschen Nacht“ eingeladen, und das Programm, das die Maifreunde um ihren Vorsitzenden Daniel Wirtz auf die Beine gestellt haben, könnte „kölscher“ kaum sein. Mit „Kasalla“ steht eine der erfolgreichsten jungen Bands aus der Domstadt in Niederzier auf der Bühne, Top Act des Abends sind die „Bläck Fööss“, ohne Zweifel eine der etabliertesten Kölsch-Bands überhaupt. Und die Niederzierer rocken mit „Kasalla“ und schunkeln etwas gemütlicher mit den „Bläck Fööss“.

„Unsere Maigesellschaft“, sagt Daniel Wirtz, „wird im nächsten Jahr 30 Jahre alt. Die ‚Kölsche Nacht’ ist knapp zehn Jahre jünger. Das Ziel war damals, mit dem Kölsch-Konzert mehr Menschen am Maifest-Wochenende nach Niederzier zu locken.“

Das ist gelungen. Schon eine Stunde vor Konzertbeginn hatte sich vor dem Zelt eine lange Schlange gebildet, die Menschen freuten sich auf das Konzert. Alte, Junge – in Niederzier wird generationsübergreifend gefeiert. „Das ist eine besondere Atmosphäre hier“, sagt Janine Cremer. „Es sind zwar auch Auswärtige hier, aber auch viele, die man kennt. Es ist einfach schön. Der Abend macht riesigen Spaß.“

„Kasalla“ um den aus dem Hürtgenwalder Ortsteil Straß stammenden Flo Peill ist der gelungene „Einheizer“ für einen gelungenen Konzertabend. „Es ist heute Abend unser erstes Date mit Niederzier“, ruft Sebastian Campmann seinen Fans zu.

Und die tanzen, klatschen und singen, was das Zeug hält. Spätestens bei „Pirate“ bebt das Festzelt. Besser könnte der Saal für den Auftritt der „Bläck Föösss“ nicht vorbereitet sein.

Und wer denkt, dass es bei zugegeben etwas in die Jahre gekommenen „Fööss“ Kafi Biermann, Ralph Gusovius, Bömmel Lückerath, Hartmut Priess, Ery Stocklasa, Peter Schütten und Richi Hellenthal, der für den erkrankten Andreas Wegener eingesprungen war, deutlicher leiser wurde im Festzelt, der irrt. Die „Fööss“ spielen zwei Stunden lang ihre bekanntesten Hits aus 44 Jahre Bandgeschichte. Und die funktionieren immer noch.

Bei Songs wie „Kathrin“, „Wenn et Leech usjing em Roxy“ oder „Mir sin wie mir sin“ haben alle mitgesungen, die 16-jährige Judith Schmetz genauso wie ihre 69-jährige Oma Hannelore Becker. „Wir sind extra aus Düren gekommen“, schmunzelt die Großmutter. „Dass Oma und Enkelin zusammen feiern, klappt nur bei den ‚Bläck Föösss’. Sonst gehen unsere Musikgeschmäcker doch ganz stark auseinander.“

Die Musiker vermitteln den Menschen in Niederzier, sich nichts Schöneres vorstellen zu können als am Maifest-Freitag im Festzelt zu spielen. Sie verbreiten, Freude, gute Laune – und das auf musikalisch hohem Niveau mit guter, ehrlicher, handgemachter Musik.

Sechster Besuch...

Übrigens feierten die Mai-freunde Niederzier mit der 20. Kölsche Nacht am Freitag nicht das einzige Jubiläum. Für die „Bläck Fööss“ war es immerhin schon der fünfte Auftritt in der Tagebaukommune. Und nicht wenige im Publikum wünschen sich ohne Zweifel einen sechsten Besuch.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert