Köln/Arnoldsweiler - Kölns Ishak trifft beim 1:0 gegen Arnoldsweiler

Kölns Ishak trifft beim 1:0 gegen Arnoldsweiler

Von: Jörg Abels
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Viktoria Stefan Baumgart versucht, den Kölner Mato Jajalo vom Ball zu trennen. Foto: Abels

Köln/Arnoldsweiler. Das endgültige Okay aus der Domstadt kam am Montagmorgen nach einer Platzbegehung. Zweimal binnen 24 Stunden hatten die Platzwarte des 1. FC Köln den Rasen im Franz-Kremer-Stadion am Geißbockheim von Schnee und Eis befreit, zuletzt sogar ein Heißluftgebläse eingesetzt. So wichtig war FC-Trainer Holger Stanislawski der Test gegen Mittelrheinligist Viktoria Arnoldsweiler. Den Rest besorgte die Rasenheizung.

Zwölf Tage vor dem ersten Pflichtspiel gegen Erzgebirge Aue wollte Kölns Trainer gegen eine tiefstehende Mannschaft unbedingt noch einmal verschiedene taktische Varianten ausprobieren, musste aber beim hoch verdienten 1:0-Erfolg erkennen, dass lange noch nicht alle Rädchen ineinandergreifen und seine Spieler weiter zu viele Chancen benötigen.

Vor allem in der ersten Halbzeit, in der Kölns Neuzugang Stefan Maierhofer das Sturmzentrum der „Geißböcke“ besetzte, agierte der Bundesliga-Absteiger über die Außenpositionen gegen engagiert kämpfende und von Trainer Bernd Lennartz gut eingestellte „Kleeblätter“ oft ideenlos.

Und wenn sich auf dem tiefen, aber gut bespielbaren Rasen Chancen ergaben, waren FC-Kapitän Miso Brecko & Co. im Abschluss zu ungenau oder scheiterten am glänzend aufgelegten Viktoria-Keeper Marcel Reisgies, der Schüsse von Bigalke und Eichner entschärfte. Maierhofer mit dem Kopf und Bröker mit dem Fuß vergaben in aussichtsreicher Position. So sahen die knapp 400 Zuschauer, darunter gut 50 mitgereiste aus Arnoldsweiler und Umgebung, wie sich der Tabellenzweite der Mittelrheinliga mit einem 0:0 in die Pause verabschiedete.

„Ab der 60. Minute könnten Kraft und Kondition zu Ende gehen“, schwante Viktoria-Co-Trainer Bernd Steinbusch in der Halbzeit nichts Gutes. Doch die Grün-Weißen, die sich größtenteils Urlaub genommen hatten, um einmal gegen die Profis spielen zu können, hielten weiter dagegen. Obwohl Stanislawski ein komplett neues Team in den zweiten Spielabschnitt schickte, blieb es zum Verdruss des FC-Trainers lange beim Unentschieden. Immer wieder vergab der FC gute Chancen leichtfertig. Stanislawski zürnte, zumal Dustin Tesch, Neuzugang der Viktoria aus Wesseling-Urfeld, sogar die Chance zur Gästeführung hatte. Als sich Daniel Royer zum wiederholten Mal einen leichten Fehlpass erlaubte, sprang Kölns Trainer sogar wie von der Tarantel gestochen von seinem Stuhl auf.

Erst als auch Bernd Lennartz einige frische Spieler auf den Platz schickte und die Ordnung im Spiel der Viktoria ein wenig verloren ging, kam der Zweitligist zum „Tor des Tages“, das Mikael Ishak nach Vorlage von Christian Clemens erzielte. Der mittlerweile eingewechselte Nico Stremlau im Tor der Viktoria war machtlos. Noch einmal kamen die Grün-Weißen gefährlich vor das FC-Gehäuse, doch Mori Naoki vergab die Chance zum Ausgleich.

Auch wenn der Viktoria das vor dem Spiel als Ziel gesetzte Tor nicht gelang, war Bernd Lennertz nicht unzufrieden und zollte seinen Jungs Respekt. „Man darf diese Partie jetzt aber auch nicht überbewerten. Beide Teams haben noch deutlich Luft nach oben.“

Der Viktoria-Vorsitzende Josef Möthrath hofft, dass die Partie gegen den FC nicht die letzte war. „Vielleicht können wir das jetzt ausgefallene Spiel in Arnoldsweiler ja im Sommer nachholen.“ Und einen Wunschtermin hätte er auch schon: Zur Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes im Herbst, „dann von mir aus auch auf Naturrasen“ – dem Platz, der am Montag unter einer mehr als zehn Zentimeter dicken Schneeschicht lag und eine Austragung der Partie unmöglich gemacht hatte.

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