Kölner Messebaufirma belebt die alte Zanders-Halle

Von: Burkhard Giesen
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Plant den Umzug: Miklos Szekeres von der Geschäftsführung.

Düren. Als im Dürener Zanders-Werk das Selbstdurchschreibepapier produziert wurde, hatte das Unternehmen noch 1300 Beschäftigte. „Zanders Autocopy“ war der Markenname für das Papier, liebevoll auch ZAC genannt. Genutzt wurde es zum Beispiel für Lieferscheinsätze.

Zanders produziert schon lange nicht mehr in Düren. Die 9000 Quadtratmeter große Halle, in der die Papiere produziert wurden, will jetzt ein Kölner Messebauer mit neuem Leben füllen.

Die Halle plus knapp 5000 Quadratmeter Gelände stammt noch aus der Insolvenzmasse des früheren Reflex-Werkes, das zwischenzeitlich zu M-real und der Hahnemühle-Gruppe gewechselt war. Insolvenzverwalter Dr. Mark Boddenberg konnte Reflex erfolgreich aus der Insolvenz herausführen – für die alte Zanders-Halle begeisterte nun die Parallel Display Messebau & Design GmbH. „Wir haben seit über drei Jahren im Umkreis von 50 Kilometern nach einem neuen Standort gesucht“, erklärt Miklos Szekeres von der Geschäftsführung des Kölner Unternehmens, das seit 1989 auf Messebau spezialisiert ist.

Fündig wurde man dann in Düren. „In Köln platzt unsere Firma aus allen Nähten“, so Szekeres weiter. Statt der 2000 Quadratmeter stehen in Düren jetzt 9000 Quadratmeter zur Verfügung, zwei Drittel davon will man selbst nutzen, ein Drittel untervermieten. Eine Erweiterung in Köln war keine Alternative: „Am jetzigen Standort kostet der Baugrund 140 Euro je Quadratmeter. Dafür bekommen wir hier das Grundstück inklusive der Halle.“ Eine siebenstellige Summe investiert die Messebaufirma, die bis September von Köln-Marsdorf komplett nach Düren umziehen will.

Bis dahin müssen noch Wände gezogen, eine Heizung eingebaut, die vorhandenen Büros und Sanitärräume saniert und ein Brandschutzkonzept erstellt werden. Daran wird fleißig gearbeitet, damit schnellstmöglich auch der Antrag zur Betriebsgenehmigung für die Halle gestellt und von der Stadt genehmigt werden kann.

Einziger Nachteil für das Unternehmen: Die längere Anfahrt nach Köln, neben Düsseldorf und Frankfurt einer der wichtigsten Messestandorte. Acht Mitarbeiter sind festangestellt, hinzu kommen Fachkräfte, die saisonal beschäftigt werden. Szekeres: „Durchschnittlich beschäftigt unsere Firma 26 Personen.“

Die kümmern sich sowohl um Planung und das Design von Messeständen, die von Tischlern passgenau angefertigt werden. Zudem verfügt man über eine hauseigene Grafikabteilung und Druckerei, um Logos und Folienschnitte herstellen zu können. Düren ist für das Unternehmen, das am neuen Standort expandieren will, noch Neuland. Szekeres: „Wir arbeiten für weltweit operierende Konzerne. Kunden aus Düren waren bisher noch nicht dabei.“ Das soll sich ändern, schließlich gibt es auch hier viele Unternehmen, die weltweit tätig sind und ihre Produkte auf Messen präsentieren.

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