Kölner Ensemble „thAtmo” spielt im Haus der Stadt

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Aus dem Krieg kehrt Till nie z
Aus dem Krieg kehrt Till nie zurück: Im Theaterstück „Stille Nacht. Ein Kriegsspiel” erzählt seine Schwester Nina von einer Spirale aus Gewalt und der Sehnsucht nach Liebe.

Düren. Das Theaterstück „Stille Nacht. Ein Kriegsspiel” zum Thema Gewalt für Jugendliche ab zwölf Jahren ist am Mittwoch, 25. Januar, 17 Uhr, in Düren zu sehen.

Als Nina vom Tod ihres Bruders Till bei einem Militäreinsatz erfährt, sieht sie seine und ihre eigene Geschichte noch einmal vor sich. Mit Hilfe eines Diktiergerätes, auf dem sie Momente und Situationen aus ihrem und Tills Leben festgehalten hat, begibt sie sich gemeinsam mit dem Zuschauer auf eine Reise in die Vergangenheit und erweckt Till in ihrem Gedächtnis wieder zum Leben.

Noch einmal erlebt sie die Tage der Kindheit mit ihrem Bruder. Nach der Trennung der Eltern lebt sie beim Vater, er bleibt bei der Mutter. Erst Opfer, erleidet Till sein Schicksal, später wird er selbst zum Täter, ist er Schöpfer einer Spirale von neuer Gewalt, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint.

„Stille Nacht” ist ein Stück über Gewalt im Alltag - im Kinderzimmer, auf dem Schulhof, im Spielwarenladen, in der Straßenbahn und in Afghanistan. Offen oder verdeckt, physisch oder psychisch, emotional oder verbal.

Da das Stück „Stille Nacht. Ein Kriegsspiel” auf den persönlichen und autobiografischen Erlebnissen und Recherchen des Theaterensembles basiert, vermittelt es beim Zuschauer einen intensiven, sinnlich-konkreten Eindruck. Die klare, körperliche Bildsprache unterstützt dieses Erlebnis noch.

Mit den Mitteln des Erzähl- und Bewegungstheaters, Masken-, Puppen- und Schattenspiels sowie der Verwendung von dokumentarischem Film- und Tonmaterial entsteht ein Drama um die Geschichte der beiden Geschwister Nina und Till.

„Stille Nacht. Ein Kriegsspiel” ist aber auch ein Stück über die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, Akzeptanz und Identität. Ein dynamisches Wechselspiel von Realität und Fiktion, Lüge und Wahrheit schlägt eine Brücke von der Vergangenheit zur Gegenwart und ermöglicht so dem Publikum, sich selbst die Fragen zu stellen, die das Stück aufwirft. Karten gibt es im Haus der Stadt für 9,20 Euro und ermäßigt für 7,05 Euro.
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