Interview mit William Wahl von der Kölner A-cappella-Band „Basta“

Kölner A-cappella-Band: „Mischung aus Gesang und Comedy“

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William Wahl (2. v. l.) und die A-cappella-Band „Basta“ aus Köln spielen am Donnerstag, 14. Dezember, im Rahmen der „SWD.Kommedy“-Abende im Haus der Stadt. Foto: Axel Schulten

Düren. Fünf Männer, fünf gute Stimmen, viel Humor und witzige Texte: Die Kölner A-cappella-Band „Basta“ präsentiert nächste Woche in Düren ihr neues Album „Freizeichen.“ William Wahl (44) ist eines der Gründungsmitglieder der Band.

Im Gespräch mit unserer Mitarbeiterin Sandra Kinkel erzählt er, wie er zu „Basta“ gekommen ist, was den Reiz von A-cappella-Musik ausmacht und ob das Dürener Konzert mitten in der Adventszeit auch ein kleines bisschen besinnlich wird.

Herr Wahl, wie sind Sie zu „Basta“ gekommen?

William Wahl: Ich bin Gründungsmitglied der Band. Wir haben „Basta“ schon zu Schulzeiten gegründet. Wir waren Schüler eines Kölner Musikgymnasiums und haben Straßenmusik gemacht, um unser Taschengeld aufzubessern. So ist die Gruppe entstanden.

Und das hat geklappt? Ich meine, das Taschengeld aufzubessern?

Wahl: Und wie, das war eine sehr lukrative Angelegenheit, jedenfalls lukrativer als manche Nebenjobs, die es damals so gab.

Offizielles Gründungsjahr von „Basta“ ist 2000.

Wahl: Ja, das stimmt. Es hat eine Weile gedauert, bis wir unseren eigenen Stil gefunden haben und die ersten eigenen Lieder im Repertoire hatten.

Wie würden Sie diesen Stil beschreiben?

Wahl: Das kann man selbst nur schwer beschreiben, vor allem in Abgrenzung zu anderen A-cappella-Gruppen. Was uns aber sehr wichtig ist, ist, dass wir mit unseren Songs und deren originellen Texten kleine Geschichten erzählen möchten.

Woher kommt bei Ihnen die Liebe zur Musik?

Wahl: Ich komme aus einer Familie, in der schon immer viel und gerne musiziert wurde. Ich habe drei Geschwister, wir alle und auch unsere Mutter spielen ein Instrument. Ich bin mit Musik aufgewachsen.

Welches Instrument haben Sie gelernt?

Wahl: Ich spiele Klavier.

Mit welchem Ziel wird man Schüler eines Musikgymnasiums? Oder anders gefragt: Sind Sie dort hingegangen, weil Sie Profi-Musiker werden wollten?

Wahl: Nein, überhaupt nicht. Ich bin mit 13 Jahren auf diese Schule gewechselt, weil ich gerne Musik gemacht habe und das dort sehr gut möglich war. Über meine berufliche Zukunft habe ich mir da noch überhaupt keine Gedanken gemacht. Bevor wir mit „Basta“ erfolgreich wurden, habe ich zuerst Schulmusik studiert.

Was macht für Sie den Reiz an A-cappella-Musik aus?

Wahl: Vor allem die große Nähe zum Publikum. Ich habe früher sehr gerne und häufig in klassischen Chören gesungen und vermisse das auch heute manchmal sehr. Aber der enge Kontakt zum Publikum, die humorvolle Ansprache und Interaktion, wie wir das mit „Basta“ machen, gefallen mir schon sehr gut, das macht einfach großen Spaß. Es ist irgendwie eine gelungene Mischung aus Gesang und Comedy.

Gibt es Lieder, die sich a cappella nicht machen lassen?

Wahl: Grundsätzlich kann man jedes Lied auch a cappella singen. Wir spielen bei unseren Konzerten ja auch mit verschiedenen musikalischen Stilen, das macht einfach sehr viel Spaß. Aber wenn man zum Beispiel harte Rockmusik ohne Band singt, haben die Zuschauer nie das Erlebnis, das sie haben, wenn eine Band dabei ist.

„Basta“ ist dieses Jahr 17 Jahre alt geworden. Als die Band sich gegründet hat, hat es viele A-cappella-Gruppen gegeben. Mittlerweile sind es weniger geworden. Was hat sich noch geändert?

Wahl: Es sind zwischendurch einige A-cappella-Bands verschwunden, das stimmt, es sind aber vor einigen Jahren wieder neue dazugekommen. Aus Amerika ist eine neue Welle zu uns rübergeschwappt. Ich glaube, das liegt in erster Linie daran, dass viele Menschen die Lust am Singen wiederentdeckt haben. Das war zu meiner Schulzeit noch ganz anders. Da haben die Leute überhaupt nicht gerne gesungen. Ich finde es sehr schön, dass sich das geändert hat.

Was erwartet die Zuschauer bei dem Konzert in Düren – außer gutem Gesang und witzigen Texten?

Wahl: Wir haben einen neuen Mitstreiter, Hannes Herrmann. Der ist erst Mitte 20 und bringt noch einmal eine ganz neue Energie in die Band.

Das Konzert ist mitten in der Adventszeit. Wird es denn auch besinnlich?

Wahl: Wir singen auch Weihnachtslieder, aber die sind eher witzig als besinnlich.

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