Kneipenstreit endet mit Polizei-Einsatz: 24-Jähriger vor Gericht

Von: hp.
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Der Prozess wird am Donnerstag, 15. Dezember, 9.30 Uhr, fortgesetzt. Symbolbild: Colourbox

Düren. Am Anfang war alles ganz harmlos: Ende Juni vergangenen Jahres betrat ein junger Mann spät abends eine Gaststätte in Norddüren. Er setzte sich an die Theke, bestellte nach Erinnerung der Wirtin ein Bier und ein Glas Wodka und kam mit den beiden anderen Gästen, einem Mann und einer Frau, locker ins Gespräch.

Wenig später lud er sie sogar zu einem Getränk ein. Schließlich wollten die drei Gäste zusammen Billard spielen. Dies ging jedoch ziemlich schnell schief, denn der heute 24-Jährige, der sich jetzt als Angeklagter vor dem Dürener Schöffengericht zu verantworten hat, war dazu offenbar zu betrunken.

Wie die Wirtin als Zeugin schilderte, war er gar nicht mehr in der Lage, den Queue, wie der Billardstock heißt, sicher zu führen. Außerdem sollen zwischenzeitlich schon zwei Biergläser zu Bruch gegangen sein. Die Wirtin wollte nach eigener Aussage dem Betrunkenen deshalb nichts mehr ausschenken. Sie habe den Gast gegen 23 Uhr aufgefordert, seinen Deckel in Höhe von 16,90 Euro zu bezahlen.

Dies war jedoch nicht möglich, da der Kneipenbesucher offenbar gar kein Geld bei sich hatte. Nach Aussage der Wirtin sei der Mann plötzlich aggressiv geworden. Inzwischen waren der junge Mann sowie seine beiden Kneipen-Bekanntschaften auf die Straße gegangen, wo offensichtlich ein Wort das andere ergab. Die Wirtin habe schließlich gesehen, wie der 24-Jährige mit einem Messer hantierte, dabei schrie und immer mehr randalierte. Daraufhin wurde die Polizei alarmiert.

Auch die Polizisten hatten bei der Festnahme des Beschuldigten einige Mühe. Erst nachdem zwei Beamte Dienstwaffe beziehungsweise Reizgas-Patrone gezogen hatten, habe er das Messer mit der 15 Zentimeter langen Klinge fallenlassen. Der Festgenommene habe die Polizisten beleidigt und nach ihnen getreten. Er habe mit Verweis auf die „russische Mafia“ sogar die Familien der Beamten bedroht.

Vor Gericht eher kleinlaut

Der Angeklagte gibt sich vor Gericht recht kleinlaut. Er habe damals erheblich unter Alkoholeinwirkung gestanden, was durch eine Blutprobe mit 2,61 Promille belegt ist. Zudem habe er damals regelmäßig Cannabis geraucht und Kokain konsumiert. So zeigten sich auch heute noch erhebliche Erinnerungslücken bei ihm. Am Tag des Kneipenbesuchs habe er plötzlich einen „Black-out“ gehabt.

Einige Tage nach dem Vorfall habe er sich bei der Wirtin entschuldigt und die Zeche bezahlt. Die Entschuldigungen bei drei Polizeibeamten holte er im Gerichtssaal nach. Der Prozess wird am Donnerstag, 15. Dezember, 9.30 Uhr, fortgesetzt.

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