Knapp elf Millionen Euro für ein Wohn- und Gesundheitsquartier

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Der symbolische Spatenstich markiert den Baubeginn des neuen Wohn- und Gesundheitsquartiers, in das der Rheinische Blindenfürsorgeverein knapp elf Millionen Euro investiert. Foto: Abels
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Das neue Rheinische Blindenheim wird Platz für 24 Bewohner bieten. Animation: hauserpartner

Düren. Nach dem Abriss des bereits seit 1999 nicht mehr genutzten Anna-Schoeller-Hauses an der stadtprägenden Ecke Roonstraße/Schoellerstraße ist nun der Weg frei für den Bau eines modernen Wohn- und Gesundheitsquartiers.

Mit Vertretern der Kooperationspartner Krankenhaus Düren und LVR-Klinik Düren gab der Vorstand des Rheinischen Blindenfürsorgevereins (RBV) am Donnerstag mit dem symbolischen Spatenstich den Startschuss für das 10,9-Millionen-Euro-Projekt, das im Spätsommer 2018 fertiggestellt sein soll.

RBV-Geschäftsführer Dr. Hans-Joachim Zeißig spricht von einem ehrgeizigen und innovativen Projekt: „Wir schaffen nicht nur neuen, attraktiven Wohnraum für die bisherigen Bewohner unseres Rheinischen Blindenheims, das nicht mehr zeitgemäß ist und nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen entspricht“, erklärt Zeißig. „Wir schaffen gleichzeitig auch Räume für Dienstleistungen im Gesundheitswesen, die allen Menschen im Quartier zugutekommen, Menschen mit und ohne Behinderung.“

Das neue Rheinische Blindenheim wird Platz für 24 Bewohner bieten, die auf drei Etagen in sechs Vierergruppen untergebracht werden sollen. Dazu kommen im dritten Stock acht Plätze für Wohn- und Trainingsmaßnahmen. Eine spezielle Förderung soll dafür sorgen, dass blinde und sehbehinderte Menschen selbstständiger werden und zunehmend ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Alle Räume werden barrierefrei ausgebaut mit spezieller Beleuchtung, Orientierungshilfen an Wänden und in den Fußböden, taktilen und kontrastreichen Bedienungselementen und akustischen Reizen zur Orientierung.

An das neue Rheinische Blindenheim wird sich im Rahmen des Projekts Gesundheitsquartier ein zweites Gebäude anschließen. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss wird der RBV an die LVR-Klinik vermieten, die auf einer Gesamtfläche von mehr als 1000 Quadratmetern Menschen mit gerontopsychiatrischen Erkrankungen betreuen will, das sind psychische Erkrankungen des hohen und höheren Alters.

Für die Patienten sind Trainings-, Aufenthalts-, Ruhe- und Gruppenräume vorgesehen, darüber hinaus Räume für die medizinische Behandlung und die Versorgungsinfra-struktur. Auch die beiden übrigen Stockwerke will der RBV vermieten. Zeißig denkt dabei zum Beispiel an Ärzte, Physio- und Ergotherapeuten. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden.

Auch der RBV will weitere Dienstleistungen anbieten, unter anderem ist die Gründung eines ambulanten Pflegedienstes geplant, und in Kooperation mit einem erfahrenen Anbieter der Intensivpflege sollen Synergien gewonnen und eine Angebotslücke in der Region geschlossen werden.

Der Rheinische Blindenfürsorgeverein finanziert das knapp elf Millionen Euro teure Projekt aus Eigenkapital, Darlehen, Mietvorauszahlungen sowie Zuschüssen von Stiftungen.

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