Klug und lustig: Satiriker Wiglaf Droste liest im Komm-Zentrum

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Der Satiriker Wiglaf Droste hat sich intensiv mit den existenziellen Fragen des Lebens auseinandergesetzt. Am Montag, 15. März, gibt er bei seiner Lesung im Komm-Zentrum die Antworten.

Düren. Warum zwängen sich Menschen in Wurstpellen, bevor sie sich auf ihren Hochleistungsbikes in die Öffentlichkeit begeben? Weshalb versuchen sie gleichzeitig zu gehen, zu essen und zu telefonieren? Was richten junge lebensunkundige Männer im Radio an?

Ist schwäbischer Bienenhonig in Wahrheit eine Waffe der Al-Qaida? Müssen Frauen Leggins tragen oder tun sie das nur aus Gemeinheit? Wer beschließt und verabschiedet Pakete, statt sie zu verschicken? Auf welche Weise wird ein Papst gewählt? Wiglaf Droste hat sich diesen und anderen Lebens- und Nebentischfragen gestellt und beantwortet sie am Montag, 15. März, um 20 Uhr im Komm-Zentrum - klug, verblüffend, lustig, luzide und poetisch verdichtet. Die satirische Autorenlesung trägt den Titel „Am Nebentisch belauscht”.

„Vitales Dissidententum”

Der 1961 in Herford geborene Wiglaf Droste ist der wohl umstrittenste deutsche Satiriker der Gegenwart. Er lebt als Journalist, Schriftsteller und Gelegenheitssänger in Berlin. Von 1989 bis 1991 war er Redakteur beim Satiremagazin „Titanic” in Frankfurt. Seine Kolumnen erschienen zum Beispiel auf der Wahrheit-Seite der „taz” und im „Kritischen Tagebuch” beim WDR. Als Sänger der Jazz-Band „Spardosen-Terzett” ist Droste seit 2000 auch im musikalischen Bereich aktiv.

In den vergangenen Jahren wurde der Satiriker mit verschiedenen Preisen bedacht: 2003 nahm er für sein „vitales Dissidententum” und seine „Verbindung aus grobem Ton und feinem Stil”den Ben-Witter-Preis in Empfang, 2005 erhielt er den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis. Karten für die Lesung kosten 12 beziehungsweise 10 Euro.
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