Klubs streiten um neuen Termin

Von: hfs
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Düren. Kommt am Donnerstagabend, 24. September, das von Staffelleiter Horst Bruns angesetzte Nachholspiel der Kreisliga A zwischen der SG Voreifel und dem Türkischen SV Düren zustande? Oder wird es verlegt?

Im Fußballkreis Düren wird im Moment bei den Fußballern darüber heiß diskutiert. Schon die Vorgeschichte zu dieser Verlegung erhitzte die Gemüter, vorwiegend bei den beiden Vereinen. Am 30. August wurde das Spiel in der 20. Minute beim Stande von 0:0 vom Schiedsrichter abgebrochen.

Auf Bitte der Gastgeber, deren Spieler Michael Lemanczyk sich mit einem Waden- und Schienbeinbruch so schwer verletzte, dass sich, so Trainer Guido Hau damals auf Nachfrage, „meine Spieler nicht mehr im Stande sahen, das Spiel fortzuführen.“

Dem entsprach der Schiedsrichter, obwohl der Trainer des Türkischen SV, Atila Ermayasi, sich ausdrücklich gegen den Spielabbruch aussprach, dies auch im Spielbericht vermerken ließ. Dies brachte ihm viele Kommentare in den entsprechenden sozialen Netzwerken ein. Positive wie auch negative.

„Zu meiner damaligen Äußerung stehe ich auch heute noch. So tragisch so ein Vorfall ist, er kann im Fußball passieren. Es tut mir wirklich leid für Herrn Lemanczyk, aber es hätte weiter gespielt werden müssen. Ich kenne keine Regelung, die einen Spielabbruch aufgrund einer solchen Verletzung vorsieht“, sagte Ermayasi.

So wird dieses Meisterschaftsspiel denn nachgeholt. Staffelleiter Horst Bruns hat dafür den Donnerstag, 24. September, 19,30 Uhr vorgesehen. Ein Tag, der aus Sicht des Türkischen SV undenkbar ist. „Wir feiern an diesem Donnerstag unser Opferfest, dies ist der zweithöchste Feiertag in unserer Kultur, vergleichbar mit dem hiesigen Weihnachtsfest“, sagt Ermayasi. Eine Äußerung, die von allen seinen türkischen Landleuten geteilt wird.

Auch von Guido Hau. „Ich respektiere den türkischen Feiertag, aber die von unserem Gegner vorgeschlagenen drei Ausweichtermine können wir nicht akzeptieren“, betont der SG-Trainer, der dafür zum einen eine Doppelbelegung der Sportanlage, zum anderen fehlende Spieler wegen Schichtarbeit anführt.

Aber er macht auch den Türkischen SV für die jetzige Terminierung verantwortlich. „Unser Gegner hat sich nicht offiziell an unseren Verein, auch nicht an Staffelleiter Bruns zwecks Verlegung gewandt, sondern über ein Hintertürchen an mich“, sagte Hau wörtlich. Beide Trainer, hier Ermayasi, dort Hau, betonen aber unisono, dass das jetzige Theater um den Ausweichtermin nichts mit den damaligen Vorfällen zu tun habe.

Da Horst Bruns dem Vernehmen nach nicht vom angesetzten Termin abweichen will – er war weder telefonisch noch schriftlich für die Redaktion zu einer Stellungnahme erreichbar – schaltete der Türkische SV nun den Fußballverband Mittelrhein ein.

„Ein entsprechendes Schreiben mit der Bitte um Intervention ist zu Beginn dieser Woche an den FVM geschickt worden“, bestätigte Ermayasi. Der auch anfügte, dass man auf jeden Fall die 90 Minuten in der Eifel bestreiten wird. „Wir verzichten angesichts unseres Feiertages aber nicht auf die Partie. Dann werden wir alle notgedrungen im feinen Zwirn anreisen müssen.“

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