Kloster Mariawald: Der Blick richtet sich auf aktuelle Projekte

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
waldbu
Die Klosterkirche der Abtei Mariawald ist vor 500 Jahren geweiht worden. Die Mönche feiern das Jubiläum mit einem Hochamt, rücken aber mit Förderverein und Wirtschaftsleiter aktuelle Projektw wie die Renovierung der Klostermauer mehr in den Vordergrund. Foto: Christoph Hahn

Mariawald. Wer der Schmerzhaften Muttergottes die Ehre erweisen wollte, musste sich früher quälen - Kehre um Kehre den Berg hinauf, nach Mariawald auf dem Höhenrücken des Kermeter. So wie sich heute, auch außerhalb der Wallfahrtssaison, Beter in der modernen St.-Salvator-Kirche mitten im beschaulichen Rureifel-Städtchen Heimbach einfinden, so zogen sie früher zur Kirche des Klosters.

Die ist, heute als Herzstück der einzigen deutschen Trappistenabtei, ein religiöses Zentrum der Region. 2011 ist es 500 Jahre her, dass das gotische Bauwerk ein geweihter Ort geworden ist.

Groß gefeiert werden soll das stolze Jubiläum nicht. So ist es der Wille der derzeit elf Mönche, an deren Spitze Abt Josef Vollberg steht. Gut, ein Hochamt am Sonntag, 13. November, 10 Uhr, wird es schon geben. Trubel aber, ein Mittelalter-Markt oder Ähnliches - das ist nicht gewollt. Wohl aber nimmt der Förderverein des Klosters unter Führung von Notar Wilhelm Scheuvens das Kirchweihjubiläum zum Anlass, sein Engagement noch weiter zu verstärken.

So wollen der Vorsitzende und der Wirtschaftsleiter des Klosters, Wolfgang Nowak, zusammen mit der einsatzfreudigen Gruppe von Ehrenamtlern aus Heimbach und anderen umliegenden Orten noch in diesem Jahr die Arbeiten an der Klostermauer abschließen.

Sobald es das Wetter gestattet, rücken die Arbeiter wieder an. In den kommenden Monaten wird es nicht nur darum gehen, das eigentliche Mauerwerk für die Zukunft abzusichern. Auch die sieben Kreuzweg-Kapellen im Bereich der Klostermauer (die anderen am Weg von Heimbach zur Abtei unterstehen der Obhut des Landes) sollen wieder in einen würdigen Zustand versetzt werden.

Damit das Profil des Klosters weiterhin geschärft wird - Abt Josef hatte von sich reden gemacht, nachdem er von Papst Benedikt XVI. persönlich die Erlaubnis erwirkt hatte, in der Liturgie und dem klösterlichen Leben wieder zu alten Riten und Gebräuchen zurückzukehren -, setzen Nowak und sein Chef außerdem auf die Buch- und Kunsthandlung, die in einem modernen Pavillon zwischen Parkplatz und Kirchentreppe untergebracht ist.

„Die Literatur soll unverwechselbar und verlässlich katholisch sein”, begründet der studierte Betriebswirtschaftler Nowak.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert