Kleine Klimakonferenz in der Grundschule

Von: Bruno Elberfeld
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Kleine Klimakonferenz in der Schule: Die Kinder erforschen aus einer Raumstation heraus die Erde. Foto: bel

Eschweiler über Feld. Der Countdown läuft. Voller Spannung zählen die Mädchen und Jungen der Klasse 3a der GGS Albertus Magnus in Eschweiler über Feld von Zehn rückwärts bis Null, natürlich auf Englisch, denn Englisch, das verkünden sie, können sie schon.

In weißen Forscheranzügen hocken sie vor der Leinwand und schauen gespannt auf die bunten Bilder, die ihnen der Beamer liefert. Sie stellen sich vor, mit einer Rakete zu einer Raumstation zu fliegen, wo sie zwei Forschungsaufträge ausführen.

In einer ersten Aufgabe mussten sie das Wunder Erde – oder wie die Meisten schon wussten – die Geheimnisse des Blauen Planeten erklären. Nicola Gepperth als Commander und Stephanie Hellmann als Captain leiteten die jungen Forscher zu den richtigen Fragen und Antworten. Nebenbei wiederholten die Wissbegierigen die Zahl der Kontinente, benannten sie und erfuhren, warum die Arktis im Gegensatz zur Antarktis kein Kontinent ist. Die zweite Forscheraufgabe war herauszufinden, was „Klima“ ist. Da kannten sich die Dritt- und Viertklässler ganz gut aus. Demnach ist das Wetter nur eine Aussage über eine kurze Zeitspanne. Das Klima aber, wissen die Jungen und Mädchen, basiert auf Wetterdaten von mindestens 30 Jahren. An Beispielen dreier Klimazonen – Nordpol, Wüste, Regenwald – erfuhren die Kinder etwas über das Zustandekommen verschiedener Klimata und natürlich – parallel zur Weltklimakonferenz in Warschau – vieles über die Gefahren, die seit Jahrzehnten aufgrund des riesigen CO2-Ausstoßes dem Klima, den Weltmeeren, den Regenwäldern, Tier und Mensch zusetzen.

„Was kann ich persönlich tun? Wie kann ich das Verhalten meiner Familie beeinflussen, damit der Blaue Planet gerettet wird? Was kann ich anstelle von Fernsehen – einem großen Klimakiller – tun?“ Fragen, die die Kinder weiter beschäftigen werden. Viele Antworten fielen den jungen Forschern ein. Anschaulich waren die kleinen Experimente, die zeigten, dass eine Glühbirne mehr Energie verbraucht als eine Sparlampe. Nicola Gepperth, die mit ihrer Kollegin Stephanie Hellmann seit Anfang des Jahres bundesweit an Grundschulen unterwegs ist, sagt über die Aktion: „Wir haben eine Mission. Wir müssen einmal aufklären und zum andern mit den jungen Menschen gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten.“ „Ist das gelungen“, ergänzte ihre Kollegin, „dann haben wir einige Kinder und damit zukünftige Erwachsene auf den richtigen Weg gebracht.“ Teilgenommen haben in Eschweiler die Klassen 3a und 3b sowie die Klassen 4a und 4b. Das Projekt läuft im Rahmen der UN Dekade Projekts „Klima on s‘cooltour“.

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