Klein, leicht und entflammbar: Papiertheater auf Schloss Burgau

Von: Dietmar Engels
Letzte Aktualisierung:
13403979.jpg
Kulturdezernent Dieter Powitz (l.) und Bürgermeister Paul Larue (r.) stellten mit den beiden Dürener Kunstschaffenden Sarah Schiffer und Pit Goertz das Programm des Papiertheater-Treffens vor. Foto: Engels
13358805.jpg

Düren. Auf Schloss Burgau wird am Samstag und Sonntag, 11. und 12. November, Theater gespielt – höchst ungewöhnliches Theater, denn die Akteure sind winzig klein und ihre Bühne ist es auch. Alles ist zudem auch noch leicht entflammbar. Dennoch müssen sich die Besucher keine Sorgen machen.

Papiertheater steht zum Abschluss der Ausstellung „Geheimnis Papier“ auf dem Programm. Es ist schon die dritte Reihe dieser Art und deshalb kann man nach den rheinischen Gepflogenheiten schon fast von einer Tradition sprechen. Den Dürener Kunstschaffenden Sarah Schiffer und Pit Goertz ist es gelungen, elf Gruppen für die dritte Auflage des Papiertheatertreffens zu gewinnen, so dass die Besucher gewissermaßen die Qual der Wahl haben werden.

Beim Papiertheater ist natürlich auch das Publikum klein – knapp 25 Menschen können es pro Vorstellung höchstens sein, damit alle auch tatsächlich etwas von dem jeweiligen Stück mitbekommen. Dürens Bürgermeister Paul Larue nannte das Treffen mit Blick auf die vergangenen ersten beiden Aktionen „ein Juwel für die Papierstadt Düren“. Genauso sieht das der neue Kulturdezernent Dieter Powitz.

Das Programm ist sehr abwechslungsreich und wendet sich an Theaterfreunde jedweden Alters. In ihrer Ausdruckform unterscheiden sich die Gruppen wesentlich: Mal geht ein Stück mit denkbar geringem Aufwand über die winzige Bühne, mal steckt ziemlich viel Aufwand dahinter. Und Besucher, die sich zu Hause zur Freude der Kinder einmal selbst in dieser alten Kunst versuchen würden, können sich an dem Wochenende auf einem kleinen Markt schon mal mit dem Nötigsten eindecken. Viel braucht es ja nicht: Papier natürlich, Buntstifte, Kleber; nur eine garantiert kostenlose Zutat sollte reichlich vorhanden sein: Fantasie.

Eröffnet wird das Festival mit dem „Kölner Kästchenreffen“. Ab 12 Uhr und dann noch mal ab 19 Uhr, sind sieben Stücke von sieben Regisseuren auf sieben Bühnen zu sehen. Um 12 Uhr und um 19 Uhr führt „Römers Privattheater“ im Seminarraum des Schlosses ein höchst unterhaltsames und fantasievolles Stück in der Tradition des legendären Hokusai Museums auf.

Am Sonntag ab 14 Uhr gibt es im Rittersaal des Wasserschlosses eine „Papier-Oper“ aus dem Barock: „King Arthur“ von Henry Purcell. Ab 15 und ab 17 Uhr schickt das Haase Papiertheater in der Hauptburg sein Publikum mit „Titan“ in die ferne Zukunft.

Sarah Schiffer erzählt im Mitteltrakt von Schloss Burgau ab 15 und 17 Uhr im selbst geschriebenen „Feenzauber“ mir ihren Papierfigürchen von guten Wüschen und losen Sprüchen. Eintrittskarten für jeweils einen der genannten Blöcke kosten zwölf Euro und – für Kinder – zehn Euro. Wie schon erwähnt, ist die Zuschauerzahl sehr begrenzt.

Wer also dabei sein möchte, sollte sich sputen. Tickets gibt es im neuen „i-Punkt“ unter Telefon 02421/252525. Weitere Informationen zum Papiertheatertreffen kann man im Internet unter www.dueren.de finden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert