Kleiderbörse im alten Schlecker

Von: smb
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Das Team der Kleiderbörse verkauft Kleidung und bietet eine Anlaufstelle für hilfebedürftige Menschen. Foto: smb

Merzenich. Im ehemaligen Schlecker-Markt an der Lindenstraße gibt es nun eine Kleiderbörse. „Hilfebedürftige Menschen – nicht nur Flüchtlinge – können hier für einen kleinen Obolus Kleidung, Schuhe und Spielsachen kaufen“, erklärt Gottfried Schwarz.

Sorgsam gewaschen und sortiert liegen in den Regalen Kleidungsstücke für Frauen, Kinder und Männer. Ein ehrenamtliches Team hat die Spenden gesammelt, zig Maschinen Wäsche gewaschen und betreibt nun die Kleiderbörse, die dienstags und donnerstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet hat. „Wenn ich als Flüchtling nach hier gekommen wäre, würde ich mir auch wünschen, dass es so eine Einrichtung gibt“, begründet Renate Schwarz ihre Motivation. Und dies ist es auch, was die anderen Ehrenamtler im Team antreibt. „Wenn jeder ein bisschen tut, kann viel erreicht werden“, lautet der Tenor.

Und so geht es in der Kleiderbörse nicht nur darum, dass Flüchtlinge und andere hilfebedürftige Menschen Kleidung kaufen können. Die Kleiderbörse soll auch Treffpunkt werden, Ort des Austausches und des Kennenlernens. In einer Ecke stehen Getränke und Sofas bereit. Unter dem deutschen Worten „Tee“ und „Kaffee“ sind die englischen Begriffe und die Worte in arabischer Schrift zu sehen.

Das ehrenamtliche Team betreibt die Kleiderbörse, die Räume werden von der Gemeinde, die das Objekt vor einiger Zeit erworben hat, unterhalten, wie Bürgermeister Georg Gelhausen erklärt. Er und das Team bitten die Bürger, Kleiderspenden in Zukunft direkt zur Börse zu bringen, wo sie sortiert werden.

„Wichtig ist, dass die Klamotten sauber sind“, betont Renate Schwarz. Vor den Flüchtlingsunterkünften seien schon so manche Säcke abgestellt worden, die für Kopfschütteln sorgten. „Wir brauchen vor allem noch Winterkleidung für Jungen und für Männer in den Größen 44 bis 52“, sagt Renate Schwarz. Mit im Team sind: Brigitte Thiedecke, Tamara Funder, Monika Haas, Katharina Abschlag, Kirstin Esser, Gaby Reimer, Antwan Alhaddad, Erjom Fucija und Aziz Sido.

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