Vettweiß - Klaus Dauven „zeichnet“ bei den Vettweißer Kulturtagen in luftiger Höhe

Klaus Dauven „zeichnet“ bei den Vettweißer Kulturtagen in luftiger Höhe

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
5866747.jpg
Unter Hochdruck entstand in luftiger Höhe ein Kunstwerk: Klaus Dauven „zeichnete“ Ähren auf die Betonwand. Foto: Stephan Johnen

Vettweiß. Wenn der Drover Künstler Klaus Dauven zeichnet, greift er schon einmal zu Hochdruckreiniger und Dreckfräse. Auch unter zeitlichem Hochdruck ließ der 47-Jährige am Sonntag im Rahmen der Vettweißer Kulturtage Meter für Meter Kunst auf der verschmutzten Wand des Getreidesilos an der Gereonstraße entstehen.

Mit Hilfe eines Hubsteigers, der von Gerhard Nieswiec von der Gemeindeverwaltung bedient wurde, arbeitete sich Dauven an seiner 30 Meter hohen, 13,5 Meter breiten und recht außergewöhnlichen Leinwand ab. Viele Schaulustige verfolgten das Geschehen. Dauvens monumentale Zeichnung von Ähren ist ein Hingucker, auch der Entstehungsprozess war es.

Bereits am Samstag hatten Vermessungsingenieur Richard Valter aus Kreuzau, sein Mitarbeiter Peter Schotte, Künstler Klaus Dauven, Gerhard Nieswiec und Hans-Peter Makowiecki vom Bauhof der Gemeinde Vettweiß fast sieben Stunden lang Vorbereitungen getroffen. Auf einer maßstabsgetreuen Zeichnung der Ähren hatte Dauven mehr als 300 Punkte markiert, die auf die Betonwand des Gebäudes übertragen werden mussten. Die Vermesser markierten die Stellen mit Laser, Nieswiec und Makowiecki platzierten Markierungen aus Knetgummi. Anhand dieser Punkte orientierte sich Dauven und setzte den Hochdruckreiniger an den richtigen Stellen an. Indem er großflächig den Schmutz entfernte, entstand die Zeichnung. Auf diese Weise hat der 47-Jährige bereits weltweit Staumauern in Kunstwerke verwandelt. Ein Silo als Leinwand war eine Premiere. „Fasziniert haben mich Silos schon immer“, sagte Dauven schmunzelnd. „Ich kenne da noch einige andere.“

Während Dauven in luftiger Höhe arbeitet, wurde rund um den Marktplatz am Sonntag gefeiert. Die Vettweißer Vereine hatten zum „Marktfest“ geladen, und die Bürger nahmen die Einladung gerne an. Für Jung und Alt gab es etwas zu erleben. Und wer Lust hatte, machte sich am Silo selbst ein Bild von der stetig größer werdenden Zeichnung.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert