Düren - „Klangbilder”: Schüler spüren Rhythmus in der Musik

„Klangbilder”: Schüler spüren Rhythmus in der Musik

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Johannes Fröse (links), Nguyen Bach-Nyan (4.v.l.) und Rafael Bethlehem (rechts) vom Kunstkurs des Rurtalgymnasiums ließen sich eindrucksvoll von der Komposition von Heiko Engels „Rhythmus der Musik” inspirieren. Foto: niko

Düren. Welche Klangideen entstehen im Kopf eines Komponisten, wenn er ein Bild sieht? Und was geht in einem Künstler vor, wenn er zu einer Musik ein Bild malt? Diese Fragen stellten sich die Schüler des Kunst- und Musikkurses der Jahrgangsstufe 11 des Rurtalgymnasiums in dem Fachübergreifenden Projekt „Klangbilder”. Die Ergebnisse stellten sie jetzt vor.

„Wir stellten uns einfach die Frage: Was haben Kunst und Musik gemeinsam?” sagte Schülerin Karolina Buballa bei der Präsentation des Projektes im Musiksaal der Schule und gab gleich die Antwort: „Töne und Farben sind die gemeinsamen Sprachen, um Emotionen und Sinneseindrücke in beiden Welten auszudrücken.” Ausgangspunkt für den Musikkurs war das Bild „Rhythmus der Musik” von Robert Delonay.

Inspiration

„Dieses Bild war die Grundlage für die Schüler, ein eigenes Stück zu komponieren, so dass das Motiv und das Thema des Bildes erkennbar werden”, erklärte Musiklehrerin Daniela Terhorst das Vorgehen. Im Kunstkurs von Regina Rauh war die Musik von Mozart die Inspiration der jungen Künstler für eigene Bilder.

Dann wurden die erstellten Werke ausgetauscht und somit Grundlage für neue Musikstücke und Bilder. „Für mich war das Bild Rhythmus in der Musik eine Spiegelung, irgendwie hat es kein Anfang und kein Ende, es war endlos. Die schwarzen Wellenlinien und Signalfarben im Bild setzte ich in Töne eines Klaviers und Violine um. Am Anfang etwas ruhiger, um dann das Tempo später zu forcieren”, beschrieb Heiko Engels seine Vorgehensweise.

„Für mich haben die ruhige Passagen im Stück von Heiko zu dunklen Farben geführt. Dann wurde es hektischer und es stellte sich bei mir eine fröhliche Stimmung ein. Im Bild zeigt sich das in den Kreisen mit den lebhaften Farben Gelb, Pink und Rosa. Die Kreise sind eben der Rhythmus im Stück”, erzählte Rafael Bethlehem die Entstehung seines Bildes.

Einen ganz anderen Eindruck von der selben Musik hatte Johannes Fröse. Für ihn wirkte das Stück ein wenig melancholisch. So grundierte er sein Bild in einem satten gelb, fügte orange und beige Farben bei, und mit den Fingern kamen dann noch braune Streifen hinzu.

„Für mich war es wichtig, die Stimmungen in der Musik mit meinen Farben einzufangen. Die Kontraste waren mir wichtig, darum nahm ich intensive Farben, weil die Töne auch sehr kraftvoll waren”, sagte Johannes Fröse.

Insgesamt entstanden über 25 verschieden Bilder voller Emotionalität und 15 verschieden Musikstücke. Nach ihrem Vortrag erlebten die Schüler mit dem Komponisten Günther Wiesemann, wie man auch durch bildhafte Texte ganz eigene Kompositionen schaffen kann.
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