Kläranlage muss erweitert werden

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Muss in den kommenden Jahren mit einem Millionenaufwand saniert und erweitert werden: die Kläranlage Krauthausen. Foto: Abels

Niederzier/Krauthausen. Mittelfristig werden die Abwassergebühren in der Gemeinde Niederzier steigen. Grund ist eine notwendige Sanierung und Erweiterung der mehr als 30 Jahre alten Kläranlage Krauthausen, die nicht mehr die geforderten Klärwerte erreicht.

Doch bevor der Wasserverband Eifel-Ruhr (WVER) die millionenschwere Investition angeht, muss noch die Frage des prägnanten Fremdwasseranteils geklärt werden, der aus Huchem-Stammeln/Selhausen/Krauthausen die Kläranlage erreicht, so dass die Kapazität der Anlage mehr als ausgereizt ist.

An einer oder mehreren Stellen muss der Schmutzwasserkanal derart große Schäden aufweisen, dass erhebliche Mengen Regenwasser eindringen. Die Hoffnung der Gemeinde, das Problem mit den umfangreichen Kanalsanierungen in Huchem-Stammeln in den Griff zu bekommen, erwies sich bislang als Trugschluss. Bis zum Sommer sollen neue weitere Untersuchungen des Netzes Aufschluss über die Mängel bringen.

Nichtsdestotrotz muss die Kläranlage, auch mit Blick auf kommende Baugebiete und Gewerbeflächen, erweitert werden. Die Leistungsfähigkeit der Anlage soll von derzeit 70 auf 100 Liter pro Sekunde ausgebaut werden, erklärte Diplom-Ingenieur Thomas Rolfs, Abteilungsleiter „Planen und Bauen von AbwasseranlagenÓ beim WVER, den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses.

Zuerst Fremdwasserfrage klären

Wenn die Fremdwasserproblematik seitens der Gemeinde geklärt wurde, ist ein bereits mit der Bezirksregierung Köln abgestimmtes Stufenausbaukonzept angedacht. In einem ersten Schritt sollen 2012/2013 ein neues Nachklärbecken errichtet werden und die Kläranlagentechnik auf den aktuellen Stand gebracht werden, in einem zweiten könnte, wenn wegen neuer gewerblicher Belastungen erforderlich, eine biologische Stufe folgen. Rolfs kalkuliert den ersten Schritt mit etwa 3,1 Millionen Euro, den zweiten mit weiteren 885.000 Euro.

Das hat zur Folge, dass sich der Preis für das in Krauthausen geklärte Abwasser auf rund 80 Cent je Kubikmeter nahezu verdoppeln würde, „mit entsprechenden Folgen für die Gebührenkalkulation der Gemeinde”, betonte der Ausschussvorsitzende Ortwin Clever, um bereits jetzt der immer wiederkehrenden Kritik vieler Bürger an den Berechnungen zu begegnen.

Das Abwasser der drei Orte über eine Druckleitung an die Kläranlage Düren im Merkener Busch anzuschließen, ist für Thomas Rolfs im Übrigen keine Alternative. Nicht nur, dass er für diesen Fall mit Kosten von 3,5 Millionen Euro rechnet, er verweist auch darauf, dass die Kläranlage Düren derzeit ausgelastet sei. „Sie können aber sicher sein, dass wir die günstigste Lösung auswählen werden”, versicherte Rolfs.
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