Kläranlage Düren: Konzentration an Legionellen erhöht

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Auf der Kläranlage Düren wurden erhöhte Legionellenwerte gemessen. Foto: WVER

Düren. Bei einer routinemäßig gezogenen Probe des Kläranlagenablaufs wurden hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) erhöhte Legionellenwerte an der Kläranlage Düren festgestellt. Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) veranlasste daraufhin sofort Schutzmaßnahmen und führt weitergehende Beprobungen durch. Eine Gefährdung der Bevölkerung bestehe nicht, teilt der WVER mit.

„Legionellen kommen in geringer Konzentration im Wasser und Abwasser immer vor. Wenn jedoch ein bestimmter Wert überschritten wird, müssen wir aktiv werden“, erklärt Marcus Seiler, Sprecher des WVER. Der gemessene Wert habe bei 11.000 so genannten „Kolonie bildenden Einheiten“ je 100 Milliliter Wasser gelegen. Ab einer Konzentration von 10.000 Einheiten würden Maßnahmen zum Arbeitsschutz angeordnet. So tragen die Mitarbeiter nun in einigen Bereichen Atemschutzmasken und Schutzkleidung. Gleichzeitig werden keine Besuchergruppen mehr über die Kläranlage geführt. Legionellen können grippeartige Beschwerden bis zu Lungenentzündungen hervorrufen.

Der Verband führt zudem Beprobungen durch, die von einem Fachinstitut der Universität Bonn analysiert werden. Proben werden auf der Kläranlage gezogen, aber auch an den Einleitstellen in den Sammelkanal. „Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht“, so Seiler. Das gelte auch für den Annakirmesplatz, unter dem der Sammelkanal verläuft. Dort sind alle Kanaldeckel luftdicht verschlossen oder mit Filteranlagen geschützt, so dass eine Gefährdung durch etwaige, oberhalb liegende Emittenten auszuschließen ist.

„Die Auswertung der Proben wird sieben bis zehn Tage dauern, da die Bakterien ‚bebrütet‘ werden müssen“, betont der WVER-Sprecher. Die Ergebnisse geben dann Auskunft darüber, wer als möglicher Einleiter in Frage kommt und ob es sich bei der Ablaufprobe um ein Einzelergebnis gehandelt hat oder die Belastung der Kläranlage noch andauert. Alle Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Kreis-Gesundheitsamt und der Bezirksregierung Köln.

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