Düren - Kita-Einigung kostet die Stadt 165.000 Euro im Jahr

Kita-Einigung kostet die Stadt 165.000 Euro im Jahr

Von: cl
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Düren. 165.000 Euro kostet die Stadt Düren die Tariferhöhung für die Erzieherinnen in den zehn städtischen Kindertagesstätten im kommenden Jahr.

In diesem Jahr sind es 26.000 Euro, denn der Abschluss, der zum Ende des Kitastreiks geführt hat, wird ab November wirksam. „Das sind überschaubare Summen”, sagt Bürgermeister Paul Larue, der mit dem Kompromiss der Tarifpartner sehr zufrieden ist. Dass er die Forderungen der Kindergärtnerinnen nach mehr Gehalt und einem besseren Gesundheitsschutz für gerechtfertigt hielt, hatte Larue schon während des Streiks betont.

„In erster Linie bin ich natürlich froh darüber, dass der Streik nun ein Ende hat, und wir unbelastet in das neue Kindergartenjahr starten können”, atmet Dürens Bürgermeister auf. Die Belastung auch der Dürener Eltern durch die Protestaktionen sei hoch gewesen. Auch wenn die Erzieherinnen, das stellte Larue noch einmal heraus, ihre Situation zurecht beklagt hätten: „Die quantitativen und qualitativen Anforderungen an das Personal sind mit der U-3-Betreuung und anderen neuen Aufgaben stark gestiegen. Das muss sich auch in der Entlohnung widerspiegeln.”

Die 26000 Euro, die noch in diesem Jahr zusätzlich anfallen, könne man an anderer Stelle einsparen, „wo es wenig wehtut”, sagt Larue. Schließlich stehe man eh schon bei allen Ausgaben der Stadt auf der Bremse. Wie die zusätzlichen Personalkosten in den kommenden Jahren gestemmt werden, darüber müsse der neue Rat schnellstmöglich entscheiden, sagt Larue.

Für die CDU schloss deren Jugendpolitiker Thomas Floßdorf am Dienstag aus, dass die Elternbeiträge erhöht werden. Die Mehrausgaben dürften also neben den zu erwartenden Steuerausfällen und sich abzeichnenden Mehrausgaben in der wirtschaftlichen Jugendhilfe (z.B. Heimunterbringung von Kindern) eine weitere Herausforderung sein mit Blick auf das Ziel, 2011 einen ausgeglichenen Etat zu erreichen.

Die Dürener Grünen sehen indes nicht die Stadt in der Pflicht. Für sie steht fest, dass es Aufgabe des Landes ist, die Mehrausgaben in der Kitas zu schultern. Fraktionsvorsitzende Verena Schloemer: „Es ist schon merkwürdig, dass Städte und Gemeinden kurz nach Bekanntwerden der Lohnerhöhungen für Erzieherinnen und Erzieher die Mehrkosten durch Einsparungen an anderen Haushaltsposten decken wollen. Stattdessen fordern wir, dass die vom Land gezahlten Kindspauschalen für Kibiz endlich deutlich erhöht werden, so dass sowohl die Lohnerhöhung als auch eine Verstärkung des Personals in den Kitas umgesetzt werden können.”
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