Düren - Kirschkern-Weitspucken: Titelverteidiger dominieren erneut

Kirschkern-Weitspucken: Titelverteidiger dominieren erneut

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Nach der erfolgreichen Titelverteidigung will sie im kommenden Jahr den Weltrekord angreifen: Irene Holle aus Niederau.

Düren. Fast wäre das ganze Training umsonst gewesen: Zwei Kilo Kirschen hatte sich Irene Holle im Vorfeld besorgt, um sich auf die 36. Weltmeisterschaft im Kirschkern-Weitspucken vorzubereiten. „Ich hatte mir extra mit Mülltüten auf dem Hof eine provisorische Bahn errichtet”, schmunzelte die Niederauerin nach der Siegerehrung.

Und dann das. In der Vorrunde reichte es für die Titelverteidigerin nur zu einem Mittelfeldplatz, das Treppchen in weiter Ferne. Doch in der Endrunde legte sich Irene Holle noch einmal mächtig ins Zeug.

Gleich im ersten Versuch pulverisierte sie die bisherige Bestweite von 11,50 Meter, die Alexandra Schmitz nach der Vorrunde die Führung beschert hatte. Der Kirschkern der Niederauerin landete bei 14,36 Metern, knapp ein Meter über ihrer Vorjahresweite.

„Ich will den Weltrekord!”

Und jetzt hat Irene Holle erst recht Lunte gerochen: „Im nächsten Jahr will ich den Weltrekord knacken”, kündigte sie bereits an. Und der liegt immerhin bei 15,24 Meter, im Jahr 2003 von Conchita Kohler aus der Schweiz aufgestellt. Ob für dieses Unterfangen zwei Kilo Kirschen im Training reichen...?

Training? Hans-Peter Iven lächelt. Der Gürzenicher hat die richtige Spuktechnik längst verinnerlicht. Schon 1983 trug er sich erstmals in die Siegerliste des Juxwettbewerbs zur Eröffnung der Annakirmes ein. Und auch am Samstag war er - wie im Vorjahr - nicht zu schlagen. Bereits zum sechsten Mal sicherte er sich den vom Zeitungsverlag Aachen gesponserten Siegerpokal und das ausgelobte Kirmesgeld, das umgehend unter die Leute gebracht wurde.

Mit 18,07 Meter ließ Iven die Konkurrenz, allen voran Sohnemann Mario, deutlich hinter sich, blieb aber auch deutlich hinter der immer noch von Rekordchampion Oliver Kuck (siebenfacher Sieger) gehaltenen Bestmarke von 21,71 Meter aus dem Jahr 2003.

Kuck war diesmal nicht am Start. Und auch die Spucker aus dem nordhessischen Witzenhausen, dem Austragungsort der DM im Kirschkern-Weitspucken, die 2007 und 2008 gleich vier von sechs Titeln aus Düren entführten, fehlten diesmal. Trotzdem fanden sich auf dem Hundesportplatz hinter der Achterbahn wieder rund 85 Teilnehmer ein.

Kurios war dabei das Tagesprogramm des Aacheners Ludwig P, der aus seinem vollständigen Namen ein Geheimnis machte. Der Drittplatzierte der Herrenkonkurrenz war gerade noch rechtzeitig vor Ende der Vorrunde von der DM für ferngesteuerte Elektrobuggies aus Langenfeld in Düren eingetroffen. Da sage noch mal einer, Kirschkern-Weitspucken sei verrückt.

Die drei Erstplatzierten und ihre Weiten

Herren: 1. Hans-Peter Iven (Düren) 18,07 Meter, 2. Mario Iven (Köln) 17,55 Meter, 3. Ludwig P. (Aachen) 17,09 Meter;

Damen: 1. Irene Holle, 14,36 Meter, 2. Stefanie Godesberg 11,61 Meter, 3. Alexandra Schmitz (alle aus Düren) 11,50 Meter;

Junioren: 1. Simon Köttgen (Düren), 12,18 Meter, 2. Dennis Uhlemann (Wuppertal) 11,96 Meter, 3. Kubilay Özmen (Bottrop) 11,80 m.
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