Düren/Aachen - Kirschkern-Weitspucken: Schaustellerin gewinnt auf Anhieb

Kirschkern-Weitspucken: Schaustellerin gewinnt auf Anhieb

Von: ja
Letzte Aktualisierung:
8230870.jpg
Schaustellerin Roswitha Breuer hat den Dreh raus: Auf Anhieb wurde sie Weltmeisterin im Kirschkern-Weitspucken. Das Team des städtischen Vermessungsamtes fungierte als Weitenmesser. Foto: Jörg Abels
8230876.jpg
Das Team des städtischen Vermessungsamtes fungierte als Weitenmesser. Foto: Jörg Abels

Düren/Aachen. Die Hamburger Party Brigade um den gebürtigen Dürener Tobias von den Hoff hatte ihr Pulver ebenso früh verschossen wie Weltrekordler Oliver Kuck. Der gebürtige Hürtgenwalder, der seit Jahren in Ober-Hilbersheim bei Bingen wohnt, konnte seine Weltrekordweite aus dem Jahr 2003 von 21,71 Metern auch nicht nur ansatzweise bestätigen.

Er scheiterte schon in der Vorrunde der 40. Weltmeisterschaft im Kirschkern-Weitspucken zum Auftakt der Annakirmes.

Und der achtfache Weltmeister und Titelverteidiger Hans-Peter Iven steigerte sich zwar in der Endrunde noch auf 17,21 Meter. Aber auch sein Angriff auf den Weltrekord verpuffte – die Spuckbahn war ein zu holprig und nicht stramm genug gespannt.

Damit war der Weg frei für neue Champions. Den größten Druck hinter den Kern brachte bei den Männern der Aachener Ludwig P. Der 37-Jährige mit dem Künstlernamen steigerte sich in der Endrunde um fast vier auf 19,48 Meter und verdrängte den Führenden nach der Vorrunde, der Gürzenicher Jan Knipprath (18,25 m) auf den Silberrang. Iven wurde Dritter.

Sie kam, spuckte und siegte, könnte der Wettkampf der Frauen überschrieben werden. Weltrekordlerin Conchita Kohler, die wieder einmal mit vielen Gleichgesinnten extra für die Kirschkern-WM aus der Schweiz angereist war, holte im Finale zwar noch einmal alles raus, blieb mit 13,93 Metern aber hauchdünn hinter der neuen Weltmeisterin: Roswitha Breuer. Die Schaustellerin und Kassiererin im Verband Reisender Schausteller (VRS) Düren hatte sich erst Donnerstagabend überreden lassen, weil der VRS auch zum Teamwettbewerb anlässlich des runden Geburtstages antreten wollte.

Auf Anhieb hatte die Aachenerin den Dreh raus und spuckte den Kern auf 13,95 Meter. Das war der Sieg. „Jetzt bekomme auch ich endlich mal Kirmesgeld“, freute sich die Weltmeisterin, die mit Gerd Suhr und Udo Lausberg im Übrigen auch den Teamwettbewerb gewann. Dritte bei den Frauen wurde Vorjahressiegerin Irene Holle aus Kreuzau. Bei den Junioren ging der Titel in die Schweiz, an Jessica Stückelberger mit 10,75 Meter.

„Dieser Wettbewerb hat in 40 Jahren Sportgeschichte geschrieben“, freute sich Bürgermeister Paul Larue bei der Siegerehrung, bevor er Pokale, Urkunden und Kirmesgeld verteilte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert