Düren - Kirmesfans haben Nachholbedarf: Starkes Wochenende

Kirmesfans haben Nachholbedarf: Starkes Wochenende

Von: smb
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Können nach viel Regen wieder lachen: Platzmeister Achim Greiff, Schausteller-Chef Hans-Bert Cremer und Festwirt Kevin Traber (v.l.).
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Richtig voll war der Platz während des Feuerwerks.

Düren. Gefühlt war das Wetter in der Annakirmeswoche noch nie so schlecht – tatsächlich soll es seit 1987 während des Rummels nicht mehr so viel geregnet haben. „Damals hat mein Vorgänger Max Röntz den Namen ‚Annanass‘ erfunden“, sagte Platzmeister Achim Greiff am Sonntag. In diesem Jahr sei es dazu aber auch noch ziemlich kühl gewesen.

„Schon Mitte der Woche gingen wir von Umsatzeinbußen von 30 bis 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. Davon sind alle Branchen betroffen“, sagt Hans-Bert Cremer, Vorsitzender des Dürener Schaustellerverbandes. Zum Schluss habe sich die Lage dann aber doch noch etwas verbessert. Wettmachen konnten die starken Tage die schwache erste Kirmeswoche aber nicht. Eine Kirmes sei nun mal eine wetterabhängige Veranstaltung.

Gleichwohl seien viele Schausteller überrascht gewesen, dass sich etliche Dürener trotz des vielen Regens und der kühlen Temperaturen nicht von einer Rummelrunde abhalten ließen.

Am Freitagabend sowie am Samstagnachmittag wurde aber deutlich, dass die Dürener Nachholbedarf hatten. Beim Feuerwerk war es wie immer rappelvoll auf dem Platz, am Samstagnachmittag war ungewöhnlich viel Betrieb auf dem Rummel.

„Ab Freitag hatten wir gutes Wetter und die Leute hatten frisches Geld. Das sind deutlich bessere Bedingungen“, sagte Platzmeister Greif. So gab es dann doch noch einen versöhnlichen Abschluss der turbulenten Kirmeswoche. Auch Kevin Traber, der die Bayern-Festhalle zum ersten Mal auf dem Kirmesplatz aufgebaut hatte, war mit der Resonanz der Dürener zufrieden, auch wenn er noch „Luft nach oben“ sieht. Profitieren würde ein Zeltwirt von dem dauerhaft schlechten Wetter keineswegs. „Auch ein Zelt braucht einen vollen Platz“, erklärt Traber. „Nur wenn ein Platz voll ist und es dann regnet, profitiert ein Zelt von schlechtem Wetter.“ Die Dürener hätten die Festhalle gut angenommen und man sei für die Zukunft guter Hoffnung.

Auch Greiff und Cremer waren positiv überrascht vom Betrieb in der Festhalle. Greiff spricht im Vergleich zu den Vorjahren, in denen auch bei vollem Platz im Zelt wenig los war, gar von einem „Quantensprung“. „Allerdings muss man das Dürener Publikum ein bisschen mehr kitzeln, es dauert etwas länger, es zum Feiern zu mobilisieren“, hat Traber beobachtet.

Auch Max Eberhard, Inhaber der „Wilden Maus XXL“, zieht versöhnt weiter, auch wenn die „Einnahmen zuerst weggeschwommen“ seien. Es sei erstaunlich, dass sich viele Dürener die Stimmung vom Regen nicht hätten vermiesen lassen. Auf anderen Plätzen sei bei solchen Bedingungen keine Menschenseele mehr zu sehen.

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