Düren - Kirchenlieder statt Schlager: Heino mal anders

Kirchenlieder statt Schlager: Heino mal anders

Von: Hannes Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Aus der Mitte des Kirchenschiffs kam Heino und zeigte sich in der Annkirche als wohlklingender Interpret von Kirchenliedern.

Düren. Heino, der deutsche Volkssänger, wandelte in der Annakirche auf neuen musikalischen Spuren. Mehrere hundert Zuschauer wollten sein Kirchenprogramm „Die Himmel rühmen” hören und waren begeistert.

Sein Repertoire bestand größtenteils aus Werken von Komponisten wie Schubert, Mozart, Beethoven. Statt Schlager sang er Kirchenlieder, aber nicht nur. Sein Konzert war eine Gratwanderung zwischen Kunst und Seichtem.

Die Liebe wieder in den Mittelpunkt stellen

„Ich möchte mit meinen Liedern meinen Beitrag leisten, den Glauben und die Liebe wieder in den Mittelpunkt des menschlichen Zusammenlebens stellen”, verkündete Heino vom illuminierten Altarraum. „Solange uns die Hoffnung antreibt, solange sind wir nicht verloren auf dieser Welt - einen Weg zum Glück wird es immer geben.” In diesem Tenor stimmte der Bariton auf den Abend ein.

Begleitet wurde er von Franz Lambert an der Orgel, dem ausgezeichneten „Gloria Quartett” und dem vorzüglichen Gitarristen Werner Hucks. Sie trugen den Barden, wenn er anstelle von der „schwarzen Barbara” die Arie „Ach, ich hab in meinem Herzen” aus der Oper „Schwarzer Peter” sang oder sich Mozart-Stücken wie „Es ist nie zu spät für eine neues Leben” oder dem weltberühmten „Ave verum corpus” widmete. Trotz aller gesanglichen Qualität, es war eine Heino-Interpretation, die weder überzeugte noch wirklich enttäuschte. Auf die Erwartungshaltung kam es an.

Hitparade besinnlicher Lieder

Das Programm war eine „Hitparade” besinnlicher Lieder oder Choräle mit einem Sänger, der den richtigen Ton für das in die Jahre gekommene Publikum fand. Zustimmung gab es, wenn er Mutmacher-Lieder wie „Du bist stärker als du glaubst” oder „Irgendwann sind alle gleich” erklingen ließ oder seine Lebensgeschichte als Kurzfassung in dem Lied „Auch ein Baum wird älter” darstellte.

„Dieses Lied soll ein Dank sein an all die Menschen, die mir auch in schwierigen Phasen meines Lebens zur Seite standen”, traf Heino neben der Kanzel die Seele seiner Fangemeinde, „allen, die mir treu blieben, gilt mein tiefer Dank.”

Der geborene Düsseldorfer, der in Bad Münstereifel lebt, war in der Annakirche ein Star ohne Allüren, ging zu den Zuhörern, ließ Erinnerungsfotos mit sich machen. Seine Vorträge zeigten einen etwas anderen Heino. Seine Anhänger waren jedenfalls begeistert von seiner neuen Rolle als Interpret von Kirchenliedern.
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