Kipper, Schlepper und viele Traktoren

Von: bel
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Stolz präsentiert Dieter Kirs
Stolz präsentiert Dieter Kirschnowski, Vorsitzender der IG Alte Landmaschinen Echtz, seinen „Fortschritt ZT 300 - C”. Foto: bel

Echtz. Der Standplatz ist für Besucher nicht allzu einladend. Ihn mit Stöckelabsätzen - was (natürlich) niemand versuchte - zu betreten, wäre ein Abenteuer gewesen. Die heftigen Regenfälle hatten ihn durchweicht.

Die Traktoren und Schlepper meisterten An- und Abfahrt recht gut, doch manches Wohnmobil und mancher Wohnwagen musste in gefahrlosere Zonen geschleppt werden. Etwa 150 Oldtimer, Traktoren und Schlepper aus der Region rund um Echtz waren am Wochenende angereist, um sich dem Publikum zu präsentieren.

Fahrzeuge aller Größen und Farben, mit geringer PS-Zahl und hoher PS-Zahl, mit bombastischen Kabinen und bescheidenen Aufbauten, warteten in vollem Glanz zwischen den Regenpausen auf ihre Bewunderer. Die Moderatoren, meist die stolzen Besitzer der alten Nutzfahrzeuge, standen bereit und gaben kenntnisreich Auskunft. Da stand der große blaue Ursus aus den 50er Jahren neben dem kleinen Nebenerwerbstrecker, mit dem der Landwirt früher nach seinem Schichtdienst in der Fabrik zu abendlicher Stunde noch aufs Feld fuhr, um die Ernte einzuholen.

„Fortschritt ZT 300”

Viele Neugierige sammelten sich vor großen Traktoren aus der ehemaligen DDR. Matthias Simon aus Ollheim hat seinen „Fortschritt ZT 300” 1997 aus der Nähe von Eisenach mit zwei Anhängern überführt. „Das war eine spannende Fahrt”, berichtete der Oldtimer-Freak, „denn die beiden Anhänger waren übereinander gestapelt.” Zufrieden sind er und auch andere Besitzer eines solchen Fahrzeugs, weil die Ingenieure und Techniker bei diesem Produkt „gute deutsche Wertarbeit geleistet haben”, so ihre Auskunft. Einer seiner Kollegen, der ebenfalls einen „Fortschritt”, Baujahr 1971, besitzt, wusste aus der Erinnerung, dass diese Fahrzeuge zur Rettung der Ernährungslage in der damaligen DDR beigetragen haben.

Dieter Kirschnowski, Vorsitzender der IG Alte Landmaschinen Echtz, ebenfalls Besitzer eines „Fortschritts”, berichtete: „Echtz und Umgebung ist das Eldorado der DDR-Traktoren.” Seines Wissens gebe es sonst nirgendwo in NRW so viele Trecker aus der ehemaligen DDR.

Neben Imbissbuden und Getränkeständen, einer Hüpfburg und einem Verkaufsstand mit Spielzeug, war der Höhepunkt für Jung und Alt der große Sandhaufen, geschützt von einem Zeltdach, in dem ferngesteuerte Nutzfahrzeuge, in einem Größenverhältnis von 1:14, ihre Arbeit verrichteten. Kinder durften mit großen Augen zuschauen, während die erwachsenen Experten Bagger, Kipper, Schlepper und Traktoren bewegten, um den Sand von A nach B zu karren.
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