Kinderkulturfest: Toben, spielen, matschen und planschen

Von: Katharina Menne
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Sie alle sorgen dafür, dass das Kinderkulturfest ein Erfolg wird. 63 Einrichtungen und Vereine nehmen in diesem Jahr an dem fröhlichen Tag teil. Foto: Katharina Menne

Düren. Riesen-Seifenblasen pusten, Enten angeln und Rikscha fahren – auch in diesem Jahr wird den Besuchern des Kinderkulturfests wieder einiges geboten. 63 Einrichtungen und Vereine aus Düren und Umgebung beteiligen sich am Samstag, 20. Mai, von 12 bis 18 Uhr an der 31. Ausgabe des Familientages.

Neben Kreativ-Aktionen, Bewegungsspielen und Imbissständen gibt es auch ein buntes Bühnenprogramm im Willy-Brandt-Park. Organisatorin Sabine Wagner vom Stadtjugendamt ist stolz darauf, dass sich die Veranstaltung über die Jahre fest im Dürener Kulturprogramm etabliert hat.

„Der Tag ist das Kernstück meiner pädagogischen Arbeit“, sagt sie. „Wir wollen Menschen in lockerem Rahmen zusammenbringen – und es funktioniert.“ Während die Kinder an dem Tag unbeschwert spielen, toben und basteln können, haben Eltern die Gelegenheit, mit den vielen Vereinen und Jugendeinrichtungen ins Gespräch zu kommen – „ungezwungen“.

Das ist Sabine Wagner ganz wichtig zu betonen. Für viele ergebe sich im Alltag nicht die Gelegenheit, sich mit dem Vereinsleben vor Ort zu beschäftigen. Auch die Vereine untereinander kämen selten in Kontakt. Auf dem Kinderkulturfest wurden dagegen in den vergangenen Jahren schon Kooperationen geschlossen und neue Kurse erdacht.

„Es ist eine bunte Kontaktbörse“, sagt Sabine Wagner. Jeder bekomme die Möglichkeit, sich und sein Angebot zu präsentieren. Und jedes Jahr kommen neue Einrichtungen dazu. So sind diesmal zum Beispiel der Dürener Servicebetrieb mit den Rikschafahrten oder der Verein „Samba Candela“ mit einem Trommelworkshop neu dabei. Ein ganz besonderes Highlight soll in diesem Jahr das Wasserorchester am Stand der Stadtwerke sein.

Edelstahlwannen, Betonmischkübel und Flaschen werden zu Platsch- und Planschklavieren, Flaschophonen, Schwimmtrommeln, Wasserorgeln oder Blubberwannen. Bis zu 50 Kinder ab zwei Jahren sollen sich gleichzeitig an den ungewöhnlichen Musikinstrumenten vergnügen können. Als regionalem Energie- und Wasserversorger ist es den Stadtwerken wichtig, Kindern und Jugendlichen zu zeigen, wie vielseitig Wasser eingesetzt werden kann.

Damit auch wirklich jeder mitmachen kann, sind alle Spielangebote kostenlos. Finanziert wird das Fest durch Spenden von der Bürgerstiftung Düren, der Sparkasse und den Stadtwerken. Nur für die kleinen Snacks und Getränke an den Imbissständen muss ein bisschen Kleingeld mitgenommen werden. Es gibt dort Waffeln, Zuckerwatte und Kuchen, aber auch türkische oder mesopotamische Spezialitäten. Die Erlöse fließen in die Angebote der verschiedenen Einrichtungen.

Keine Eintagsfliege

Und das alles funktioniert, obwohl es für die Vereine, Kitas, Schulen und sonstigen Teilnehmer bedeutet, außerhalb der normalen Zeiten zu arbeiten. „Viele mussten in den vergangenen Jahren Personal abbauen und auch die Zahl der Praktikanten und Ehrenamtler geht zurück“, sagt Wagner. „Ich bin deshalb dankbar, dass sich trotzdem noch so viele gerne am Kinderkulturfest beteiligen.“

Auch Dürens Bürgermeister Paul Larue bedankte sich vorab bei allen Beteiligten. „Es ist beachtenswert, was hier geschieht“, sagt er. „Das Fest ist keine Eintagsfliege geblieben, sondern hat sich über die Jahre zu einer Institution entwickelt.“ Außerdem sei ihm wichtig zu betonen, dass sich all die Menschen nicht nur an dem einen Tag für Kinder und Jugendliche engagieren, sondern auch an allen 364 anderen Tagen im Jahr. Das verdiene große Anerkennung.

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