Düren - Kinderkarneval: Sterntaler, Tannenbäume und ein Kamelle-Regen

Kinderkarneval: Sterntaler, Tannenbäume und ein Kamelle-Regen

Von: sj
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Aus dem Weltall sind diese Grundschüler gekommen, um im Dürener Kinderkarnevalszug mitzugehen. Wurfmaterial hatten sie auch dabei. Foto: Stephan Johnen
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Robin Hood und seine Kumpel waren nicht auf Beutezug. Im Gegenteil. Sie verteilten ordentlich Süßes an das Volk am Wegesrand.
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Dichter Andrang herrschte beispielsweise an der Kölnstraße. Die „Kleinen“ kamen gestern ganz groß raus.

Düren. Die Stadt lag Aylin I. (Clemens) gestern zu Füßen – und Dürens Kinderprinzessin ließ es aus luftiger Höhe von ihrem Wagen aus kräftig Kamelle auf die Jecken regnen. Unterstützt wurde sie bei dieser Tätigkeit von 1500 anderen kostümierten Zugteilnehmern. Wohlklingende Töne brachten als Begleitung rund 500 Musiker unter das Volk.

Tausende Jungs und Mädchen säumten beim 9. Kinderkarnevalszug mit ihren Eltern und Großeltern die Straßen der Innenstadt. Besonders an der Kölnstraße und auf dem Marktplatz wurde es eng. „Es ist überall so viel los“, freute sich Kinderzug-Initiator Michael Linn über das Bild, das sich den Zugteilnehmern und Besuchern bot. „Schöner könnte es gar nicht sein. Düren zeigt, welchen Stellenwert die Jugend im Karneval hat“, sagte Linn, der als Prinz in der Session 2005/06 die Idee für einen Kinderkarnevalszug hatte.

53 Gruppen hatten sich Sonntag um 14 Uhr auf den mehr als einstündigen Weg durch die Innenstadt gemacht. Anders als noch am Vortag hatte sich Petrus den Schnee gespart, die später herabfallenden Regentropfen wurden von den gut gelaunten Jecken schlicht ignoriert. Die strahlenden Froschkönige, Sterntaler, Tannenbäume und Bogenschützen aus dem Sherwood Forest ließen keinen Raum für schlechte Laune.

Neben Dürens Kinderprinzessin waren auch alle jungen Tollitäten aus den einzelnen Stadtteilen mittendrin statt nur dabei. Dass der Kinderzug nicht nur in der Stadt Düren zu einer festen Größe geworden ist, sondern auch Gäste aus dem Umland anlockt, zeigte unter anderem die Teilnahme von Gruppen aus Rommelsheim, Vlatten und Drove.

Im kommenden Jahr könnte der Zug noch größer werden. „Wir reden derzeit mit zwei weiteren Schulen, die sich beteiligen möchten“, sagte Michael Linn. In naher Zukunft beginnen auch die Vorbereitungen für den elften Geburtstag. Wie dieses Jubiläum gefeiert wird, möchte Linn aber noch nicht verraten. Es soll schließlich Überraschungen geben.

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