Kinderheim St. Josef gründet neue Krisen-Interventions-Gruppe

Von: bel
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Raymund Schreinemacher, Leiter des Kinderheims (l.), Gruppenleiterin Ulrike Ollig und Pfarrer Josef Wolff (v.r.) weihten mit den Gruppenmitgliedern die Räume der Krisen-Interventions-Gruppe Johannes-Paul ein. Foto: bel

Düren. Genau vier Jahre nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. zog das Team der Krisen-Interventions-Gruppe in die neuen Räume im Kinderheim St. Josef ein. Der Leiter des Hauses, Raymund Schreinemacher, begründete ausführlich, warum die Gruppe nach dem polnischen Papst benannt worden ist.

Johannes Paul, obwohl noch nicht in den Kanon der Heiligen aufgenommen, sei ein Vorbild. Als „Pontifex” (Brückenbauer) habe dieser Medienpapst über alle Grenzen, Nationen und Religionen gezeigt, dass alle Menschen gleich sind. „Johannes Paul”, schwärmte Schreinemacher, „lebte und liebte sein Leben, obwohl es für ihn nicht immer einfach war.”

Denn früh verlor er seine Mutter, allzu früh auch seinen Vater, aber er habe dennoch immer wieder betont, dass seine Eltern ihm viel für seinen Lebensweg mitgegeben hätten. Immer wieder habe dieser Papst die Familie als Keimzelle jeder Gesellschaft in den Vordergrund gestellt. Und genau das sei besonders für die Kinder und Jugendlichen im Kinderheim St. Josef wichtig: Ein Kind, früh Halbwaise, das trotz allem seinen Lebensweg mutig anpackt.

Die Krisen-Interventions-Gruppe Johannes Paul ist die dritte dieser Art. Die beiden anderen Gruppen sind nach Mutter Theresa und Frere Roger Schutz benannt. Bei den Gruppen handelt es sich um eine Art Notaufnahme, in die Kinder und Jugendliche aus eigenem Antrieb kommen oder über das Jugendamt vermittelt werden.

In einer Zeit zwischen drei und sechs Monaten wird diagnostiziert, wie man mit ihnen weiter verfahren sollte. Dazu stehen Erzieher, Pädagogen und Psychologen bereit. Leiterin der Johannes-Paul-Gruppe ist Ulrike Ollig. Die neuen Räume wurden zudem von Pfarrer Josef Wolff, St. Bonifatius, eingeweiht.
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