Kinder zeigen Autofahrern „saure Zitronen”

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Kinder, Polizei und Verkehrswa
Kinder, Polizei und Verkehrswacht nehmen die Autofahrer an Schulen und Kindergärten in die Zange: Wer zu schnell ist, bekommt eine „saure Zitrone”.

Kreis Düren. Wer vor Schulen oder Kindergärten die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde mit seinem Fahrzeug überschreitet, dem überreichen die Kinder eine „saure Zitrone”. Und dann müssen sich die Autofahrer auch mit der bohrenden Frage der Kleinen auseinandersetzen: „Warum sind Sie zu schnell gefahren?”

In der Gemeinde Niederzier hat die Verkehrswacht Jülich diese Verkehrssicherheitsaktion nun mit der Katholischen Grundschule in Huchem-Stammeln, dem Kindergarten Rappelkiste in Niederzier, dem Kindergarten Krümelhaus in Ellen und dem Kindergarten in Hambach umgesetzt. Polizeibeamte der Wache in Jülich hielten die Fahrzeuge an, die mit 35 Kilometern pro Stunde oder schneller an den Aktionspunkten entlang kamen.

In der Hochheimstraße in Huchem-Stammeln wurden in einer Stunde ab 7.30 Uhr 103 Fahrzeuge erfasst, von denen nur drei eine Zitrone bekamen, weil sie etwas zu schnell fuhren, wobei aber 40 Stundenkilometer nicht überschritten wurden.

Die Kinder des Kindergartens Rappelkiste mussten von 14.30 bis 15.15 Uhr sechsmal mit einem Verkehrswachtler und einer Erzieherin an ein Auto herantreten und eine Zitrone überreichen. 53 Fahrer verhielten sich dort korrekt. Im Streffenweg am Kindergarten in Ellen waren am frühen Morgen in einer Stunde vier Zitronen fällig bei 47 Autos. Auf Wunsch des Kindergartens in Hambach fand die Aktion „Zitrone” im verkehrsberuhigten Bereich in der Herzogstraße statt.

Wie erwartet, war das Ergebnis ziemlich schlecht: Denn von 21 Kraftfahrern haben fünf die geforderte Schrittgeschwindigkeit deutlich überschritten und mussten eine Zitrone akzeptieren. Ein Schulbus wurde mit 20 km/h und eine Mutter mit 23 km/h gemessen. Das Verkehrsaufkommen in der Hochstraße an der Grundschule Inden-Süd in Lucherberg war deutlich höher als an den anderen Stellen dieser Aktion. Diese Ortsdurchfahrt wurde von 7.30 bis 8.30 Uhr von 110 Fahrzeugen in einer Richtung befahren, von denen aber nur zwölf eine Zitrone erhielten. Bis 30 km/h fuhren hier 58 und bis 40 km/h 52 Verkehrsteilnehmer.

Entschuldigungen für zu schnelles Fahren waren: „Ich habe Radio gehört und war unaufmerksam”, „Ich habe einen Arzttermin und bin zu spät abgefahren”, „Ich muss meinen Sohn von der Schule abholen” oder auch „Mein Mann braucht das Auto.”

Mit dieser Aktion erhöht die Verkehrswacht Jülich in Zusammenarbeit mit der Polizei, den Grundschulen und Kindergärten die Aufmerksamkeit in diesen Gefahrenbereichen und damit die Sicherheit der Kinder.
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