Düren - Kinder mit Spaß an eine neue Sprache heranführen

Kinder mit Spaß an eine neue Sprache heranführen

Von: km
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Laura (l.) und Karina (r.) traten für das Gymnasium am Wirteltor in der letzten Regionalrunde des Wettbewerbs „Spielend Russisch lernen“ an. Foto: Kim Statzner

Düren. Russisch lernen, das klingt erst einmal schwer. Es gibt andere Schriftzeichen und die Aussprache scheint wirklich kompliziert. Die Aktion „Spielend Russisch lernen“ beweist aber nun schon seit zehn Jahren, dass auch Neulinge ganz schnell und mit viel Spaß an die Sprache herangeführt werden können.

Bei einem Schülerwettbewerb treten Schüler in Zweierteams gegeneinander an. Die letzte regionale Vorentscheidung in NRW fand am Mittwoch im Gymnasium am Wirteltor mit Teams aus neun Schulen statt.

Die Spielregeln sind relativ einfach: In jedem Team sitzt ein Spieler der Russisch fließend oder sogar als Muttersprache beherrscht. Der andere Mitspieler ist ein kompletter Neuling. Es ist seine Aufgabe, sich möglichst viele Begriffe während des Spiels zu merken und zu lernen. „Zuerst sollen russische Wörter auf Deutsch übersetzt werden“, erklärt Inna Hessel, Russischlehrerin und Koordinatorin der Regionalen Runde. „Das ist natürlich für die nicht russisch sprechenden Schüler unmöglich.

Der Trick ist, sich die Wörter zu merken um sie dann in der nächsten Runde andersherum übersetzen zu können.“ Ein gutes Gedächtnis ist also ausschlaggebend. Trotzdem haben sich die Schüler auch vorbereitet. Karina und Laura besuchen beide die neunte Klasse und vertraten das Gymnasium am Wirteltor beim Wettbewerb. „Wir waren auf dem Russlandaustausch und da lernt man natürlich auch schon ein paar Wörter“, sagt Russischneuling Laura. „Aber man weiß natürlich nie, was drankommt und muss sich sehr schnell viel merken.“

Für Karina, deren Familie russische Wurzeln hat, ist das ganze schon einfacher. Laut der Spielregeln spielt sie deshalb auch in einer schwierigeren Kategorie mit anspruchsvolleren Wörtern.

Der Wettbewerb findet in über 200 Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit über 4000 teilnehmenden Schülern statt. Organisiert wird er vom Deutsch-Russische Forum, und er soll vor allem Verständigung und Begegnungen zwischen Deutschland und Russland fördern. „Es ist entscheidend, dass die Schüler mit Russland und der russischen Sprache in Berührung kommen“, sagt Marcel Blessing-Shumilin vom Deutsch-Russischen Forum. „Tatsächlich habe ich auch von einigen gehört, die in Folge des Wettkampfes mit einem Sprachkurs angefangen haben und das ist natürlich schön zu sehen.“

Die Regionalsieger reisen Anfang November zum großen Finale in den Europa-Park Rust, wo es dann um eine Russlandreise geht. Aber auch falls sie nicht gewinnen sollten, war der Tag ein Erfolg für die Teilnehmerinnen vom Wirteltor. „Man lernt viele Ausdrücke, die man auch praktisch in Russland anwenden kann und alleine deshalb lohnt es sich“, bringt es die 14-jährige Laura auf den Punkt.

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