Kinder aus elf Nationen kommen sich über Märchen aus aller Welt näher

Von: Gudrun Klinkhammer
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Mit Märchen aus aller Welt kommen sich die Jungen und Mädchen im Awo-Kindergarten Aktive Wichtel Oase in Arnoldsweiler näher. Foto: gkli

Arnoldsweiler. Verschiedene Gegebenheiten brachten im vergangenen Jahr Bewegung und auch eine gewisse Unruhe in den Alltag der Awo-Kindertagesstätte Aktive Wichtel Oase. Zum einen zog die Einrichtung innerhalb von Arnoldsweiler um.

Zudem sind unter den 50 Kindern an der Kleiststraße 17, die von acht Mitarbeiterinnen betreut werden, immer wieder auch kleine Menschen aus unterschiedlichen Nationen. Martina Reckter, Leiterin der Kita, sagt: „Derzeit besuchen unsere Kita Kinder aus elf verschiedenen Ländern, manchmal sind die Nationalitäten noch vielfältiger.“

Der Unruhe entgegen wirkte in den vergangenen Monaten ein Ritual, für das Projektleiterin Conny Hanrath-Elsen verantwortlich zeichnete. Sie veranstaltete einmal pro Woche in der Kita, in erster Linie mit den Vorschulkindern, eine Märchenstunde. Hanrath-Elsen: „Jedes Land besitzt Märchen beziehungsweise überlieferte Geschichten. Ein perfekter Stoff, um Kinder in Kontakt zu bringen, Sprachförderung zu betreiben und ihren Wortschatz zu erweitern.“

So wurden in den vergangenen Monaten in den Märchenstunden philippinische und nigerianische Märchen erzählt. Am Mittwochmorgen dann fand dieses Ritual mit Conny Hanrath-Elsen vorerst ein Ende in einer Vorlesestunde für Eltern und alle Kinder der Kita unter dem Titel „Ach wie gut das niemand weiß – Märchen aus aller Welt.“ Das Projekt mit der Fachfrau läuft jetzt aus, eine Mitarbeiterin der Einrichtung wird die Märchenstunden fortführen.

Auf dem Programm während der öffentlichen Vorlesestunde stand das russische Märchen „Mascha und der Bär“, das dem deutschen Märchen „Hänsel und Gretel“ nicht ganz unähnlich ist. Jedes der teilnehmenden Kinder konnte sich während der Erzählung ein Instrument nehmen und den einzelnen Figuren des Märchen damit eine akustische Form geben.

Was Conny Hanrath-Elsen freute: „Die Kinder hatten einen enormen Spaß und zeigten große Spielfreude. Wir setzten Szenen der Märchen sowohl in Musik als auch in Bilder um.“ Die Intention aller Märchen, stellten die Kinder fest, ist immer die Gleiche. Hanrath-Elsen: In den Märchen wird ein Urvertrauen aufgebaut. Es geht immer um den Wunsch nach einer lieben Mama, einem lieben Papa und einem Ausweg aus einer schwierigen Situation. Alle wollen, dass alles gut wird.“

Karl Schwarz, Kreisvorsitzender der Awo und Mitglied der Steuerungsgruppe Düren gegen Kinderarmut, zeigte sich sehr angetan vom Projekt und hofft, dass im kommenden Kindergarten-Jahr wieder etwas Ähnliches in der Kita Aktive Wichtel Oase angeboten werden kann. Leonore Küpper-Beckers, Geschäftsführerin der Awo im Kreis Düren, sagte: „Die Umstellung im vergangenen Jahr war für die Kinder durch den Umzug groß, die Märchenstunden haben in die Umzugsphase Entspannung gebracht und dadurch wurden schnell die neuen Gegebenheiten geglättet.“

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