Nideggen - KGS Embken: „Schwarze Häuser statt bunte Schulen”

KGS Embken: „Schwarze Häuser statt bunte Schulen”

Von: bel
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Viele Leute, Erwachsene und Ki
Viele Leute, Erwachsene und Kinder demonstrierten vor dem Nideggener Rathaus für den Erhalt der KGS Embken. Foto: bel

Nideggen. In der Bürgerbegegnungsstätte des Rathauses machten sich Bürgermeisterin Margit Göckemeyer, Vertreter der Fraktionen, Mitarbeiter der Verwaltung und Vertreter der Gemeindeprüfungsanstalt am Dienstagabend gerade in der so genannten „Lenkungsgruppe” gerade Gedanken, wie man mittelfristig der Finanzmisere Nideggens Herr werden könne, da wurden sie gestört.

Gestört von Männern und Frauen, Mädchen und Jungen, die selbst geschriebene Transparente trugen und mit Trillerpfeifen, Vuvuzelas, Klappern und sonstigen Krachmachern auf sich aufmerksam machten. Die „Freunde und Förderer der KGS Embken” und der „Trägerverein Lehrschwimmbecken Embken” hatten gerufen und viele waren trotz der kurzfristigen Einladung gekommen, um gegen die im Raum stehende Schließung beider Einrichtungen zu demonstrieren.

Was die Leute wollten und wollen, konnte man von den Transparenten ablesen oder von der Stimme aus dem Megaphon erfahren. „Prioritäten setzen! Pro Kinder! Initiative für die Bildung!” Und auf das schwarze Schumacherhaus am Zülpicher Tor gemünzt: „Schwarze Häuser statt bunte Schulen?”

Ganz besonders schlecht zu sprechen waren einzelne Demonstranten auf die Grünen im Nideggener Stadtrat: „Grün macht Schule zu”, hieß es auf einigen Plakaten, denn auch die Mitglieder der Grünen hatten zuletzt im Stadtrat für die Streichliste gestimmt.

Diese Liste sieht vor, eventuell die KGS Embken in den nächsten Jahren zu schließen. Frank Bender machte den Mitgliedern der Lenkungsgruppe, den Menschen auf der Straße und in den Häusern lautstark klar, dass sie mit vielen anderen auf die Barrikaden gehen, wenn die Embkener Grundschule angetastet wird. Zumal am Grundschulbetrieb auch der Betrieb des restaurierten Lehrschwimmbeckens und der Turnhalle hänge.

Die Demonstranten hatten auch einen Brief dabei. Ihn hatten ein paar aktuelle beziehungsweise frühere Schüler der KGS Embken geschrieben. Inhalt: Gründe gegen eine Schließung. Den wollten die Demonstranten übergeben.

Der Vorsitzende des Trägervereins, Andreas Werner, begab sich in die Bürgerbegnungsstätte und fragte Bürgermeisterin Göckemeyer, ob sie die Demonstranten empfangen und auch den Brief in Empfang nehmen möchte. Beides lehnte die Bürgermeisterin mit Hinweis auf die nichtöffentliche Sitzung ab.

Sie sagte gegenüber unserer Zeitung, sie habe auch gesagt, dass sie es schade gefunden hätte, dass Andreas Werner während der Ratssitzung vor dem Punkt Lehrschwimmbecken gegangen sei. Sie stellte ihm einen Termin am kommenden Morgen in Aussicht. Diese Ablehnung gab Werner an die Demonstranten weiter, was den Sprecher am Megaphon zu dem Satz veranlasste: „Wenn das alles nicht geht, ist das hier erst der Anfang!”

Viele Demonstranten waren aufgebracht. Ursula Schnitzler, eine betroffene Mutter, meinte: „Die angedachte Schließung der KGS Embken finde ich unmöglich. Eine so gute, ortsnahe Schule muss erhalten bleiben.” Ein Demonstrant ging in seiner Äußerung ans „Eingemachte”. „Trotz dieser Finanznot kann die Schließung einer Schule keine Antwort sein”, stellte er fest, „denn wer die Zukunft unserer Kinder aufgibt, gibt sich selber auf”.

Andreas Werner, einer der Initiatoren der Demonstration, erwiderte auf die Einwürfe einiger Politiker, der Förderverein sei nur gegen etwas: „Die Mitglieder des Trägervereins Schwimmbecken und des Fördervereins der KGS sind nicht gegen etwas, sondern ganz einfach für die Erhaltung unserer Grundschule, in die wir im Sinne unserer Kinder viel Zeit, Geld und Mühe investiert haben!”
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